Handballer erwerfen 3.000 Euro

Ihre Herzen schlugen sicher schneller: Die HSG-Mädchen durften mit den Burgdorfer Stars einlaufen.Foto: O. Krebs

Gelungenes Benefizspiel vor rund 450 Zuschauern

Langenhagen (ok). Er ist der Fußballkaiser und hat eigentlich immer Recht. Von Franz Beckenbauer stammt auch der Ausspruch: "Handball ist ein schönes Spiel. Da scheppert's vorn, da scheppert's hinten." Genau 50 Mal hat es vor 450 Zuschauern am Dienstagabend in der Sporthalle der Robert-Koch-Schule gescheppert, im Testspiel zwischen den Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf und TuS Nettelstedt-Lübbecke setzten sich die Lokalmatadoren mit 27:23 (Halbzeit 14:11) durch. Dabei wurde dem Publikum vieles geboten, was das Handballerherz höher schlagen lässt – zum Beispiel ein einfacher und sogar ein doppelter Kempa-Trick sowie ein Treffer von TSV-Keeper Jendrik Meyer. Schöner Sport, die TSV betrieb Werbung in eigener Sache in der Region. Das Ergebnis war allerdings eher nebensächlich, ging es bei der Begegnung doch um einen guten Zweck. Sowohl Schiedsrichter als auch die beiden Teams hatten auf ihre Antrittsgelder verzichtet; die Einnahmen gehen zu zwei Dritteln an die Diakonie Hannover-Land, mit der die TSV Hannover-Burgdorf eine so genannte Sozialpartnerschaft pflegt, und das restliche Drittel an die Jugendabteilung des Ausrichters HSG Langenhagen. Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes, der sich besonders über viele Zuschauer aus dem "kirchlichen Umfeld" freute: "Unterm Strich dürften etwa 3.000 Euro übrig geblieben sein." Das Geld der Diakonie bleibt auch in Langenhagen – mit der Summe werden die Familienarbeit, zum Beispiel das Projekt "Emma und Paul", und die Begleitung so genannter Ein-Euro-Jobber unterstützt. Fazit: Ein Handballspiel, das am Ende nur Sieger hatte.