„Hannover Power“ auf der Bult
Erfolgreicher Renntag für Langenhagener Trainer
Langenhagen. Die Hannoversche Volksbank hatte zum Renntag auf die Neue Bult geladen, und der wurde – nomen est omen – zu einem Triumph der Hannoveraner. Nicht weniger als sieben Siege in zehn Rennen gingen an die Hannoversche Trainingszentrale.
Der Auftakt zu der tollen Serie gelang Trainerin Marion Rotering gleich im ersten Rennen mit dem von Jozef Bojko gerittenen Nydamski in der Mittelstands-Trophy. Nachdem Marion Rotering vorgelegt hatte, wollten ihre männlichen Kollegen dann nicht nachstehen: Hans-Jürgen Gröschel punktete mit Kerberus unter Viktor Schulepov im Cup der Vereinigten Tierversicherung, und auch Stefan Wegner kam mit dem für die Soltauerin Heide Hain trainierten Herreshoff unter Andreas Helfenbein im Union-Investment-Preis zum Zuge.
Den Vogel schoss jedoch Trainer Christian Sprengel ab. Nachdem der Neue-Bult-Trainer zunächst im „Ihre-Chance-Cup“ mit Ducati, geritten von Fabian Weißmeier, den Sieger gestellte hatte, sattelte er im Großen Preis der Hannoverschen Volksbank Adorna für den Niederländer Lucien van der Meulen im Hauptereignis des Tages. In diesem Listenrennen über 1.300 Meter waren Sprinterqualitäten gefragt – diese hatte Adorna zuvor noch nicht offenbart, so dass der Start auf dieser kurzen Distanz ein Experiment war. Und dieses Experiment ging voll auf: Unter dem Italiener Daniele Porcu zeigte die 148:10-Außenseiterin ein großes Herz, kämpfte sich gegen die heranstürmende Western Mystic und die aus Frankreich angereiste Green Dandy ins Ziel.
Mit diesen Erfolgen gab sich Christian Sprengel jedoch lange noch nicht zufrieden. Gleich im Anschluss an den Erfolg von Adorna siegte Swift Return, ebenfalls in den Farben von Lucien van der Meulen, in der R+V-Trophy mit Andreas Helfenbein im Sattel, und auch der Sprengel-Schützling Tazzaro musste im Schwäbisch-Hall-Fuchs-Cup, einem Hürdenrennen über 3.600 Meter, unter Fabian Weißmeier keinen Gegner vor sich dulden. Christian Sprengel: „Mit so einem tollen Erfolg habe ich nicht gerechnet, aber in Hannover stimmen die Bedingungen, um Sieger zu trainieren. Das konnte wir heute eindrucksvoll beweisen.“
16.800 Zuschauer genossen bei schönstem Rennwetter die „Hannover Power“ und einen stimmungsvollen Renntag, an dem am Ende knapp 212.000 Euro durch die Wettkassen des Hannoverschen Rennvereins flossen.




