Haus der Jugend vor dem Aus?

Langenhagen (gg). Stillstand statt Fortschritt gab es im Stadtplanungs- und Umweltausschuss in Bezug auf die Beschlussdrucksache 2012/135: Sanierungsbedarf am Haus der Jugend, Langenforther Platz. Stadtbaurat Carsten Hettwer stellte die unerlässlichen Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen vor, andernfalls müsse er aufgrund der bestehenden Mängel umgehend eine Schließung veranlassen. Die Kostenschätzung für 1.321 Quadratmeter Nutzfläche beläuft sich auf 2,9 Millionen Euro. Deckungsvorschläge sind formuliert, darunter so genannte Minderaufwendungen für die eigentlich notwendige Installationen an Schulen, die dann geschoben werden. „Mit der Sanierung verlängern wir eine Sackgasse, in der sich das Haus der Jugend befindet“, sagt Jens Mommsen, BBL-Fraktion. Er meint die räumlichen Unzulänglichkeiten des verwinkelten Altbaus, nennt als Beispiel die behindertengerechte Ausstattung, die nicht oder nur mit erheblichem Kostenaufwand zu realisieren ist. „Die Nostalgie des Gebäudes können wir uns nicht leisten, wir brauchen Zweckbauten“, sagt er. „Alle Räume werden nur mit Kompromissen genutzt, Inklusion ist ein Problem, kein Platz für Versammlungen, auch das Außengelände ist zu klein“, so die Zweifel von Elvira Drescher, Bündnis 90/Die Grünen, zum Grundriss. Zustimmung von Dietmar Grundey, CDU. Mit der Sanierung Geld in den Altbau zu stecken sieht nur die SPD-Fraktion als sinnvoll an. „Die Jugendgruppen sind an genau der Stelle gut aufgehoben“, sagt Marco Brunotte, SPD. Wilhelm Behrens, ULG, schließt sich an: „Die Nutzer können mit den Widrigkeiten leben“. Die Beschlussdrucksache steht in etwa zehn Tagen im Ausschuss erneut zum Beschluss auf der Tagesordnung.