Haus der Jugend wird saniert

Langenhagen (gg). Da gab es in der jüngsten Ratssitzung eigentlich gar nichts mehr zum Thema „Grundsanierung für das Haus der Jugend“ (das ECHO berichtete) zu entscheiden, denn die Weichen waren bereits in der zuvor gelaufenen Verwaltungsausschuss-Sitzung positiv gestellt worden. Dennoch ließ es sich keine Fraktion nehmen, noch einmal klar Stellung zu beziehen. Mehr noch - eindringlich warb CDU-Fraktionschef Mirko Heuer für eine weitere Beschlussdrucksache, die die Sanierung aufhalten würde: ein Auftrag an die Verwaltung, weitere Optionen für das Haus der Jugend zu prüfen und Alternativen aufzuzeigen. Heuer untermauerte den Antrag mit einigen Zahlen, die das Kosten-Nutzen-Verhältnis aufzeigen sollten. Ob dieses mit der Grundsanierung, die 2,9 Millionen Euro verteilt auf drei Bauabschnitte kosten soll, optimal läuft, bezweifelt er. Denn viele Bedürfnisse der Jugend werden auch nach der Grundsanierung nicht erfüllt: es gibt keinen Versammlungsraum, statt sinnvoller Gruppenräume bleiben die kleinen Amtsstuben, wer nicht ausdrücklich hineingebeten wird, traut sich als Jugendlicher kaum in die verwinkelten dunklen Flure und behindertengerecht wird der Zugang auch nie sein. Eine Meinung, die Elvira Drescher, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, teilt. Sie betont, dass ein Nachmittagsangebot für Schüler dringender denn je nötig ist. Das muss aber attraktiv und erreichbar für alle Jugendlichen sein, etwa in einem Neubau direkt am Schulzentrum. Der böte von vorn herein einen energetischen Standard, den das Haus der Jugend auch nach der Grundsanierung nie erreichen wird. Drescher erklärt: „Da eine Alternative jetzt noch nicht vorliegt, akute Mängel zum Beispiel beim Brandschutz bestehen und das Geld im Haushalt bereits eingestellt ist, stimme ich für die Grundsanierung und hoffe, dass vor dem zweiten Bauabschnitt offen diskutiert wird.“ Sie stimmte geschlossen mit ihrer Fraktion gegen den Antrag der CDU, Alternativen von der Verwaltung ausarbeiten zu lassen. Die SPD-Fraktion und Bernd Speich, ULG, stimmten aus Gründen des historischen Erhalts des Gebäudes für die Sanierung, lehnten den CDU-Antrag mehrheitlich ab.