Hauswirtschaft und Herzenswärme vermittelt

Aufrichtige Freude beim Projekt-Abschluss teilten (von links) Kathrin Vieritz (betreuende Lehrerin der Pastalozzischule), Schüler, Sonja Vorwerk-Gerth (Mitte hinten), Bärbel Pintar und Britta Wagner (rechts). (Foto: G. Gosewisch)

Projekt der Bürgerstiftung hilft Pestalozzischülern

Langenhagen (gg). Im Rahmen eines Abschlussfestes mit geladenen Gästen wurden nun zehn Pestalozzi-Schüler aus dem Projekt Hauswirtschaft entlassen, eine ehrenamtliche Aktion der Bürgerstiftung. Unter dem Motto „Do-it“ verbrachten neun Mädchen und ein Junge im Schulabschluss-Jahrgang einen Tag pro Woche im Servicehaus Castanea, von dem aus zwei Dementen-Wohngemeinschaften der Sonja Vowerk-Gerth GmbH an der Kastanienallee versorgt werden. Servicehaus-Mitarbeiter übernahmen Betreuerfunktion und vermittelten die klassischen Tätigkeiten im Ausbildungsberuf Hauswirtschaft.
„Da habe ich beim Zuschauen auch noch etwas gelernt“, resümiert Firmenchefin Sonja Vorwerk-Gerth, die ihre Mitarbeiter (Bärbel Pintar, Britta Wagner, Martin Beister und Diana Storm) mit der Betreuung der Schüler beauftragt hatte. Zu erlernen war für die Schüler das preiswerte Einkaufen, das Zubereiten schmackhafter Gerichte, Nähen, Stricken, Bügeln, das Tischdecken und das festliche Dekorieren. Wert gelegt wurde auch auf Gedächtnistraining, so mussten regelmäßig Rezepte der Vorwoche aufgeschrieben werden. "Klare Ansagen und Herzlichkeit haben viel bewirkt. Die Schüler haben mit den Betreuern Menschen kennengelernt, die verlässlich sind. Es war ein gelungenes Projekt-Jahr, weil der unvoreingenommene Umgang mit Menschen gepflegt wurde. Es hat richtig Spaß gemacht", attestierte Sonja Vorwerk-Gerth, die für das nächste Jahr eine Fortsetzung angekündigte. Dass das persönliche Engagement im Vordergrund steht, zeigte auch das Abschluss-Geschenk für die Absolventen. Sonja Vorwerk-Gerth will mit den Projekt-Beteiligten und -Schülern persönlich einen Disco-Abschluss-Abend gestalten. Claus Holtmann, Präsident der Bürgerstiftung, gratulierte zum Erfolg und sagte: „Das gute Werk bringt zweifache Freude, den Betreuern und den Schülern.“
In Vertretung des Bürgermeisters schloss sich die stellvertretende Bürgermeisterin Ulrike Jagau an und sagte: "Die Stadt ist stolz auf das Projekt. Die Bürgerstiftung ist nun richtig aufgestellt: Bürger (nicht nur Unternehmer) übernehmen Verantwortung für junge Menschen." Ihren ausdrücklichen Dank sprach Andrea Engelhardt, Leiterin der Pestalozzischule, aus: „Das Projekt war für die Schule sehr wichtig. Es wurde nicht nur Teamgeist, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit gelehrt, sondern auch Herzenswärme vermittelt. Die Schüler haben sich wohlgefühlt und haben deutlich geäußert, dass sie mitmachen und dabei bleiben wollen.“