Heißt es bald "Endstation Pferderennbahn"?

Bisher ist hier Schluss: Die Stadtbahn endet in Langenhagen an der Ecke Bothfelder Straße/Theodor-Heuss-Straße.Foto: O. Krebs

Verwaltung will Verlängerung der Stadtbahnlinie anschieben

Langenhagen (ok). "Endstation Berufsgenossenschaft und chemische Industrie": Seit gut 20 Jahren ist die Fahrt mit der Stadtbahn an der Ecke Bothfelder Straße/Theodor-Heuss-Straße zu Ende. Eine Verlängerung war zwar immer mal wieder im Gespräch, letztendlich ist das Thema aber nie konkret geworden. Das scheint sich jetzt zu ändern, die Stadtverwaltung will bei der Regionsverwaltung als zuständigem Träger nachhaken. Ein Grund ist sicher, dass es die etwa 1.300 Meter lange Verlängerung bis zur Pferderennbahn relativ günstig für die Kommunen geben könnte; Bürgermeister Friedhelm Fischer schätzt die Kosten für die Stadt Langenhagen auf rund zwei Millionen Euro. Die Machbarkeitsstudie wird am Donnerstag ab 18.15 Uhr im Stadtplanungs- und Bauausschuss im Rathaus vorgestellt; die Gesamtkosten werden auf etwa 17,5 Millionen geschätzt, wobei die Stadt hofft, 75 Prozent der Summe aus Fördergeldern generieren zu können und sich den Rest mit der Region zu teilen. Die technische Umsetzung ist nach Auffassung von Stadtbaurat Carsten Hettwer kein Problem, die Grundstücke für die Trassenführung seien alle im Besitz der Stadt Langenhagen oder aber der Stadt Hannover. An der neuen Endhaltestelle Neue Bult soll es eine Weichenlösung geben; an der Niederrader Allee wird dann eine weitere Haltestelle eingerichtet. Hettwer hat auch bereits mit Gregor Baum, Präsident des Hannoverschen Rennvereins gesprochen und der habe grünes Licht gegeben, den großen Parkplatz an der Pferderennbahn als Park- and Ride-Parkplatz zu nutzen.
Leichte Änderungen werde es wohl beim Busverkehr geben, über die Querung der Straße – gerade am bisherigen Endpunkt – müsse sich noch Gedanken gemacht werden. Hettwer geht davon aus, dass die Bahn vor allen Dingen am Wochenende und auch in den Abendstunden genutzt werde. Gleichwohl sei bei der Machbarkeitsstudie auch die Nähe der Schulen und der Kindergärten einbezogen worden. Stadtbaurat kann sich auch vorstellen, das Thema Wohnbebauung in den Rieselfeldern mit der Verlängerung wieder anzuschieben, das sei mit der Natur durchaus in Einklang zu bringen. Nur: Bis das ganze Thema so richtig spruchreif werde, können nach Einschätzung Fischers so locker mal eben drei bis fünf Jahre ins Land ziehen. Das zukünftige Schwimmbad ist nach Auskunft Hettwers auch in die Planungen einbezogen worden; der Kontakt mit der Stadt Laatzen wird gesucht, um Erfahrungen einzuholen, wie und wann die Besucherströme zum aquaLaatzium fließen. In erster Linie geht es Fischer und Hettwer darum ein Signal an die Region zu senden, dass die Trasse im Nahverkehrsplan bleibt. Das Planfeststellungsverfahren muss letztendlich von der Region Hannover als Träger des öffentlichen Verkehrs angeschoben werden.