„Helden bitte melden“

Simone Elsner, zuständig bei der DLRG Langenhagen für die Taucherausbildung, im Interview mit Moderator Roman Mölling. (Foto: D. Lange)

Rettungsdienste informieren mit der „Mission Bevölkerungsschutz“

Langenhagen (dl). Wer hilft verletzten oder traumatisierten Menschen bei Terroranschlägen, Hochwasserlagen oder anderen Großschadensfällen, wer betreut sie bei Bombenräumungen oder Zugunglücken? Vor dem Hintergrund der aktuellen Sicherheitsdebatte und sich wandelnder Bedrohungslagen präsentiert sich die Johanniter Unfallhilfe mit ihrer Kampagne „Mission Bevölkerungsschutz“ derzeit auf einer Tournee durch Niedersachsen und Bremen, gemeinsam mit den jeweils lokalen Einheiten der DLRG, der Freiwilligen Feuerwehr und dem THW, um einen Einblick zu geben über die vielfältigen Themen und Aufgaben der Hilfs- und Rettungsdienste im Bevölkerungs,- Katastrophen- und Zivilschutz. Auch wenn sich die Aufgabenbereiche der vier genannten Organisationen an manchen Stelle überschneiden mögen, so gibt es andererseits doch klar gegeneinander abgegrenzte Kompetenzen. Grob gesagt, die Feuerwehr ist zuständig für Löschen, Bergen und Retten einschließlich der großen Zahl technischer Hilfeleistungen. Von der verschlossenen Tür bis zum Autounfall. Die DLRG ist verantwortlich für den Bereich Wasserrettung, die Johanniter für den großen Bereich der sanitätsdienstlichen Betreuung und das Technische Hilfswerk sorgt für die notwendige technische Infrastruktur. Ihnen allen gemeinsam sind nicht nur verschiedene Träger, sondern auch, dass sie fast ausschließlich mit ehrenamtlichen Einsatzkräften arbeiten. So diente die Leistungsschau der vier Langenhagener Ortsverbände auf dem Parkplatz des Schulzentrums auch dazu, mehr Menschen für diese ehrenamtlichen Aufgaben zu gewinnen. Tim Heinrich, Dienststellenleiter der Johanniter in Langenhagen, beschreibt, stellvertretend für die beteiligten Hilfsorganisationen, mit welchen Motiven die ehrenamtlichen Mitarbeiter zu den Johannitern finden. Darunter viele, die zum Beispiel in Zeiten der Flüchtlingskrise vor zwei Jahren den Wunsch hatten, zu helfen. Jeder werde gebraucht und könne sich mit seinen individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten einbringen, so Tim Heinrich. Die Feldküche der Johanniter, die bei voller Auslastung rund tausend Essen täglich ausgeben kann, versorgte bei der Präsentation nicht nur die Mitarbeiter der Hilfsorganisationen, sondern jeder der nicht allzu zahlreichen Besucher der Schau, konnte sich von der Leistungsfähigkeit der Küche überzeugen. Die Nudelpfanne à la Hessen war wirklich lecker.