„Helfer auf vier Pfoten“

An den ersten ausgebildeten Blindenführhund, der dem Kriegsversehrten Paul Feyen half, wird in der Ausstellung im VHS-Treffpunkt erinnert.

Ausstellung zeigt Geschichte der Blindenhunde

Langenhagen. Im Oktober 1916 übergab der Deutsche Verein für Sanitätshunde den ersten systematisch ausgebildeten Blindenführhund an den Kriegsblinden Paul Feyen. 100 Jahre später würdigt der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) dieses Ereignis mit einer Wanderausstellung. Die Volkshochschule zeigt diese Ausstellung vom 1. bis 10. Februar im VHS-Treffpunkt an der Konrad-Adenauer-Straße 17. Zur Eröffnung und Einführung in die gezeigten Exponate am Mittwoch, 1. Februar, um 18 Uhr werden der Fachgruppenleiter Blindenführhunde des Blinden- und Sehbehindertenvereins Bremen Volker Schilling mit Blindenhund Merlin erwartet.
Zu sehen sein werden spannende historische Fakten zur faszinierenden Partnerschaft zwischen Mensch und Tier sowie Informationen zur Ausbildung von Blindenführhunden und Hinweise, was sehende Bürger tun können, um dem Team von Hund und Mensch die Arbeit zu erleichtern.
Im Ersten Weltkrieg wurden Blindenführhunde vor allem an erblindete Soldaten übergeben, aber in den folgenden Jahren profitierten zunehmend Zivilblinde von den „Helfern auf vier Pfoten“. Führhunde sind aber nicht nur sehende Assistenz. Sie sind Hilfsmittel mit Seele. Ein Führhund bietet Hilfe und Freundschaft und steht seinem Halter rund um die Uhr zur Verfügung – ein Leben lang. Das macht ihn einzigartig. Denn selbst die sich stetig weiterentwickelnden Technologien können die Leistungen eines Führhundes allenfalls ergänzen, nicht ersetzen.
Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr sowie nachmittags von 15 bis 20 Uhr zu sehen.