Helmut Hentschel holt Gold

Triumphierte bei den World Police and Fire Games: der Langenhagener Helmut Hentschel.

Medaillenregen beim Drachenbootrennen

Langenhagen. Der Langenhagener Polizeibeamte Helmut Hentschel (46) qualifizierte sich für das das deutsche Team, das an den World Police and Fire Games in Belfast/Nordirland teilnahm vom 1. bis 10.August. Die World Police and Fire Games sind eine Art Olympische Spiele für die Angehörigen der Polizeien (Bundes- und Landespolizeien), dem Justizvollzugsdienst, dem Zoll und den Berufsfeuerwehren, die alle zwei Jahre stattfinden. Es ist die drittgrößte Sportveranstaltung der Welt. 7.000 Sportler aus mehr als 100 Ländern stellten sich in Belfast den Disziplinen. Auch der Drachenbootsport war hier am Start. In drei von vier Rennkategorien gewann Helmut Hentschel hier eine Medaille.
Im 10er Männerboot gewann Hentschel mit dem Nationalteam die Goldmedaille vor Singapur und Kanada. Im 20er Männerboot gab es Gold vor Kanada und Australien. Im 20er Mixed musste man sich im Finale mit Silber begnügen und lag knapp hinter Kanada, jedoch noch vor USA. Bereits in den Vorläufen gab es auf dem Langan River in Belfast sehr knappe Rennen. Immer wieder lagen die auch sonst starken Teams aus Kanada, USA, Singapur und Russland mit vorne. Andere Länder konnten da teilweise nur bis zum Halbfinale mithalten. Deutschland gelang in den drei Wettbewerben jedes Mal klare Vorläufe und musste bis zum Halbfinale niemanden fürchten. Im 10er Männerboot traf man dann im Halbfinale auf die Mitfavoriten aus Singapur, auf Australien und auf die USA. Hier wurde man mit zwölf Hundertstelsekunden kanpper Zweiter hinter Singapur, kam jedoch ins Finale. Singapur bewältigte die Strecke jedesmal mit einer deutlich höheren Schlagfrequenz, während die Deutschen mehr auf Schlaglänge und Kraft setzten. Im Finale lagen dann Singapur und Deutschland
nebeneinander auf Bahn 3 und 4. Vom Start weg liefen beide Boote gleich weg und der Rest des Feldes war schon nach 100 Metern eine halbe Bootslänge zurück. Erst auf den letzten 50 Metern konnte sich Deutschland leicht nach vorne schieben, um dann mit einem knappen Vorsprung von 17 Hundertstel ins Ziel zu fahren.
Im 20er Männerboot lief es da schon etwas deutlicher. Mit deutlichen Abständen in den Vorläufen und dem Halbfinale, konnten auch im Finale kaum ein Land den Deutschen das Wasser reichen. Im Ziel lag man dann auch deutlich mit einer halben Bootslänge vor Kanada und Australien. Im 10er Mixed lief es da wesentlich ausgeglichener und man musste sich den Einzug in den Endlauf hart erarbeiten. Als Überraschung schied hier Singapur bereits früh aus. Den Endlauf verlor Deutschland dann gegen Kanada, konnte jedoch USA und Australien noch hinter sich lassen. Neben den vier Wettkampftagen war die Eröffnungsfeier der absolute Höhepunkt.
Innerhalb der mehr als 100 Nationen in ein gefülltes Stadion
einzulaufen, gab einem das Gefühl von Olympia. Eine Eröffnungsfeier mit
einem bunten britischen Programm versprühte Weltflair. Auch der Austausch vor Ort mit anderen Nationen bleibt unvergessen
Die nächsten Spiele gibt es 2015 in Fairfax/ USA. Sonderurlaub und
finanzielle Unterstützung gab es für die Teilnehmer aus Niedersachsen
nicht.


Bild 3 Teilnehmer aus Niedersachsen:
links Helmut Hentschel (Polizei Langenhagen)
Mitte Marco Oettel (Berufsfeuerwehr Hannover)
rechts Benjamin El Bahi (Polizeiakademie Hann.Münden)