Hendrik Hoppenstedt ist der Wahlsieger

Der strahlende Wahlsieger Hendrik Hoppenstedt wurde bei der CDU-Langenhagen gefeiert. Gabriele Spier (von links) und Claudia Hopfe aus dem Wahlkampfteam. (Foto: G. Gosewisch)
 
Grüne- und SPD-Mitglieder trafen sich nach der Wahl an den Elisabeth-Arkaden (von links): Rolf Linnhoff, Andrea Bunn, Jean-Pierre Hühne, Matthias Gleichmann, Elke Zach mit ihrem Mann Wilhelm Zabel. (Foto: G. Gosewisch)

SPD bleibt stark, Grüne mit leichtem Verlust

Langenhagen (gg). Mit der Bundestagswahl wurden in Langenhagen die Weichen für den Direktkandidaten der CDU Hendrik Hoppenstedt Richtung Bundestag Berlin gestellt. Er gewann mit 42 Prozent gegen die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks, die 39,6 Prozent erzielte, den hiesigen Wahlkreis damit aber verliert. Marco Brunotte, SPD-Landtagsabgeordneter und Langenhagener Ratsherr dazu: „Wir haben das Wahlziel, eine Mehrheit zu finden, verfehlt. Besonders bedauerlich ist, dass Caren Marks den hiesigen Wahlkreis als Direktkandidatin verloren hat. Wir wussten, dass es gegen Hendrik Hoppenstedt schwierig für sie werden wird, daher war es uns im Vorfeld wichtig, dass sie die Absicherung über den Landeslistenplatz sechs bekommen hat und so dennoch in den Bundestag einzieht. Sie vertritt den Wahlkreis seit elf Jahren in Berlin: Wir sind froh, dass sie ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen kann.“ Die SPD-Regionsabgeordnete und Ratsfrau Elke Zach kommentierte: „Die SPD hat in Langenhagen dazugewonnen, das ist gut. Wir haben aber mehr erwartet und unser Ziel, Caren Marks direkt durchzubringen, nicht erreicht.“
Hendrik Hoppenstedt äußerte sich am Wahlabend im Kreis seiner Langenhagener Unterstützer begeistert über das Wahlergebnis: „Drei Prozent Vorsprung in Langenhagen – das ist unglaublich und phantastisch!“ Im Gespräch mit dem ECHO am Wahlabend freute er sich auf die neuen Aufgaben als Bundestagsabgeordneter, würde für sich den Themenbereich Finanzen als Schwerpunkt setzen wollen, aber „das wird in der Bundestagsfraktion erst noch entschieden“, sagte er. Dass er bei seiner bisherigen Aufgabe als Burgwedels Bürgermeister einen positiven Haushalt vorweisen kann, werde bei der Berliner Aufgabenverteilung sicherlich nicht unberücksichtigt bleiben, ist er sich sicher.
Als „so gut wie noch nie“ beschreiben die CDU-Ratsmitglieder Gabriele Spier und Reinhard Grabowsky den Wahlkampf. Sie sind begeistert, dass die Bürger für Gespräche aufgeschlossen waren und gezielt nach Informationen gefragt haben.
Als „gut“ beschreibt Rolf Linnhoff von den Grünen, Ortsverein Langenhagen, die Gespräche mit den Bürgern im Wahlkampf. Ein zweistelliges Ergebnis habe er erwartet. Dass es nun zu Verlusten gekommen ist, sei enttäuschend, aber kein Hinweis, dass sich der Trend auf kommunaler Ebene fortsetzen könnte.
Der starke Wahlsieg der CDU auf Bundesebene spiegelt sich leicht abgeschwächt in Langenhagen wider: Mit 39,4 Prozent der Zweitstimmen lässt die CDU die SPD hinter sich, legt um 7,6 Prozent zu. Die SPD bekommt 34,4 Prozent der Zweitstimmen in Langenhagen, kann einen Gewinn um 3,2 Prozent verzeichnen. Die FDP bekam in Langenhagen 4,4 Prozent der Zweitstimmen (Verlust 9,2 Prozent), die Grünen 7,8 Prozent (Verlust 1,4 Prozent), die Linken 5,2 Prozent (Verlust 3,1 Prozent) und der AfD 4,3 Prozent. Zum Vergleich im Bund: CDU 41,5 Prozent, SPD 25,7 Prozent, FDP 4,8 Prozent, Grüne 8,4 Prozent, Linke 8,6 Prozent und AfD 4,7 Prozent (vorläufiges Endergebnis vom 23. September).
Die Wahlbeteiligung mit leicht rückläufiger Tendenz lag in Langenhagen bei 72,6 Prozent.
Den Ausblick für die Sozialdemokraten nach der Bundestagswahl gibt Marco Brunotte: „Es liegt bei Kanzlerin Angela Merkel, eine Mehrheit zu bilden. Für die SPD macht sich eine Regierungsverantwortung in einer großen Koalition an den politischen Inhalten fest, die als Grundvoraussetzung nun festzulegen sind.“