„Heulen mit den Wölfen“

Spannende Beobachtungen machte die Rudi-Rotbein-Gruppe beim Besuch des Wisentgeheges. (Foto: S. Brodersen)

Rudi-Rotbein-Gruppe auf Tour in Springe

Langenhagen. Mit Bahn und Bus ging es für die Rudi-Rotbein-Gruppe nach Springe in das Wisentgehege. Trotz grauem Himmel mit Nieselregen starteten die Kinder mit ihren Betreuerinnen Silke Brodersen und Christine Pracht erwartungsvoll in den Tag, um diese interessante Tierwelt zu entdecken. Gleich bei den Wildschweinen wurde von den Kindern geklärt, dass diese Keiler, Bachen und Frischlinge genannt werden. Christine ergänzte noch, dass die ganze Gruppe als Rotte bezeichnet wird. Anschließend ging es im Schnellschritt zu der Flugschau. Bei der faszinierenden Darbietung konnten nicht nur die Flugkünste der Falken, Bussarde, Adler und Eulen bestaunt werden. Die Falkner erzählten auch sehr viel Interessantes zu den einzelnen Vögeln. So sucht der Turmfalke beim Rütteln nicht direkt Mäuse, sondern deren Urinspuren. „Die warten dann also am Mäuseklo, bis mal eine Pipi muss?!“ fand Kirsa faszinierend.
Der nächste Höhepunkt wartete schon in Form der Wolfspräsentation. Die drei mit der Hand aufgezogenen Wölfe waren dem Pfleger gegenüber zutraulich. Alle konnten diese schönen Tiere sicher durch den Zaun betrachten. Durch das gemeinsame Heulen wurden die etwas weiter entfernten Polarwölfe auch zum Heulen animiert. Dass die Tiere in Vollmondnächten den Mond anheulen, ist nicht ganz richtig. Vollmondnächte werden von Wölfen nur gerne zur Jagd genutzt, die durch das Heulen angekündigt wird. Erklärt wurde dort von den Tierpark-Experten, dass Kinder keine Angst vor den wiedergekehrten Wölfen in der freien Natur haben bräuchten, die Menschen gehörten nicht in ihr Beuteschema. Allerdings soll kein Anfüttern dieser Wildtiere stattfinden, also keine Lebensmittelreste oder Verpackungen in der Natur zurückgelassen werden.
Mittlerweile war der Regen stärker und der Hunger größer geworden, so dass dringend eine Pause angebracht war, die die Kinder nicht nur zur Stärkung, sondern auch zum Spielen nutzten. Danach ging es noch zu der Bärenbrücke, den Wildpferden, den Waschbären und weiteren Kleinraubtieren. Hier konnte ein kleiner Iltis dabei beobachtet werden, wie er sich ein Futterküken nach dem anderen in seinen Bau schleppte.
Kurz vor der Abfahrt wurde noch der Luchs in seinem Gehege gesucht und auch gefunden. Sabrina war ganz glücklich: „Ich wollte gerne den Luchs sehen und jetzt haben wir ihn alle gesehen, das ist so toll!“ Schließlich fuhren die Kids erfüllt von den Eindrücken und schon etwas erschöpft wieder mit Bus und Bahn nach Langenhagen zurück.