„Hier ist das Fundament der Sozialdemokratie“

Stehen für die Werte der Sozialdemokratie ein (von links): Friedhelm Fischer, Caren Marks, Stefan Schostok, Eckart Brix und Gudrun Mennecke. Foto: C. Borschel

SPD Engelbostel feiert 95-jähriges Bestehen

Engelbostel (bo). Das Jahr 1918 war ein besonderes Jahr für die SPD – im deutschen Reich im Allgemeinen und im kleinen Engelbostel im Speziellen. Denn: Die Bundes-SPD hatte das Frauenwahlrecht eingeführt und im Westen des heutigen Langenhagen gründete sich der Ortsverband der Sozialdemokraten. Dieser Tag jährte sich nun zum 95. Mal: „Wenn die alte Dame SPD 150 Jahre feiert, dann müssen wir uns mit 95 Jahren nicht verstecken“, sagte Eckart Brix, Vorsitzender der SPD Engelbostel. Der Festredner und Oberbürgermeisterkandidat für die Stadt Hannover, Stefan Schostock, blickte auch über den Tellerrand der Stadt hinaus, erinnerte an die Einführung des Acht-Stunden-Tages, der Gleichberechtigung und blickte in die Zukunft: „Wir standen in all den Jahren immer für soziale Gerechtigkeit und werden das auch weiterhin tun- auch auf europäischer Ebene“. Es gehe, sagte er im Hinblick auf die anstehenden Wahlen in diesem Jahr, „nicht um Gesichter, sondern um Inhalte“. Bundestagsabgeordnete Caren Marks verwies in ihren Grußworten vor allem auf die Bedeutung der Lokal- und Kommunalpolitik: „Die Menschen, die in Ortsverbänden arbeiten sind nicht etwa der Bodensatz: Sie sind das Fundament einer funktionierenden Partei." Dieses Fundament aus Engelbostel lobt auch Langenhagens Ortsbürgermeister Friedhelm Fischer: „Dazu muss nicht immer die gleiche Meinung gehören, Diskussionen gehören ebenfalls zum politischen Alltag. Die Arbeit, die hier gemacht wird, ist großartig.". Politik sei die Kunst, die Gegenwart zu gestalten und die Weichen für die Zukunft zu stellen.
Ein Blick in die Vergangenheit konnte durch einen Blick auf historische Bilder und Dokumente gewagt werden, welche auf Stellwänden angebracht waren. Übrigens: Ob die SPD Engelbostel wirklich exakt 95 Jahre auf dem Buckel hat, ist gar nicht so klar überliefert. „Die Urkunden wurden vernichtet. Wir können uns aber auf Wiedereintrittsdokumente nach dem Krieg berufen, in denen Mitglieder angegeben haben, im Jahr 1918 beigetreten zu sein“.