Hier kicken die Roboter

Im Roboterfieber: die Schülerinnen und Schüler der Robo-Cup-AG.Foto: O. Krebs

Soccer verstärken Robo-Cup-AG am Gymnasium

Langenhagen (ok). Die Puppen lassen sie zwar nicht tanzen, dafür aber die Roboter. Bernhardiner eilen nicht zur Rettung, sondern Roboter. Und: Der Aufschwung der „Roten“ ist Nebensache, hier kicken die Roboter. Die Schülerinnen und Schüler der Robo-Cup-AG des Gymnasiums Langenhagen, die vor einiger Zeit schon erfolgreich bei der WM in China abgeschnitten haben, stehen auch im kommenden Jahr vor großen Herausforderungen: Die German Open in Magdeburg, der nationale Robocup-Wettbewerb stehen an, und die Langenhagenerinnen und Langenhagener treten nicht nur in den bisherigen Disziplinen Robo-Rescvue mit Rettungsrobotern und Robo-Dance mit programmierten Tänzern an. Neu dabei ist das Robo-Soccer-Team, das seit September von Patrick Schmidt und Olaf Kösel aus dem elften Jahrgang trainiert wird. „Sie haben schon gelernt, im Fahren den Ball zu verfolgen. Jetzt geht’s ans Feintuning“, verrät Patrick Schmidt, der sich einmal in der Woche als Juniorstudent intensiv mit Informatik beschäftigt. Die besondere Herausforderung mit Robotern Fußball zu spielen liege darin, den Maschinen Dynamik, Beweglichkeit und auch taktische Finessen beizubringen. Schließlich soll es auch einmal Spiele gegeneinander geben. „Für 2050 sind sogar Matches zwischen Menschen und humanoiden Robotern angedacht“, wagt Informatiklehrerin Tanja Wernicke einen Blick in die Zukunft. Genauso wie ihr Kollege Thorsten Behrens freut sie sich über den Eifer der Schülerinnen und Schüler. Alle seien mit viel Elan und Ehrgeiz bei der Sache und lernten so ganz nebenbei gleich die Grundlagen des Programmierens. Und Selbstbewusstsein gehört natürlich auch dazu, wenn man im Kampf der infrarotgesteuerten maschinellen Sportler gegeneinander mithalten will: „Die anderen Teams können sich bei den German Open schon mal warm anziehen“, sagen Olaf Kösel und Patrick Schmidt schmunzelnd. Etwa acht bis zehn Stunden tüfteln sie in der Woche gemeinsam über der Robotermannschaft, wollen noch Kameras und Kompass ins Konzept integrieren. Die Freundschaft, die schon vorher bestand, sei durch dieses Projekt noch enger geworden. Den Grips für die Vorbereitungen müssen die Schülerinnen und Schüler selbst mitbringen, für finanzielle Unterstützung sorgt unter anderem die Stiftung NiedersachsenMetall, die Schulleiterin Irene Kretschmer gerade 2.000 Euro überreicht hat. Projektkoordinatorin Elke Peters beobachtet die Robo-Cup-AG am Gymnasium seit einiger Zeit, hat die Schule Anfang des Jahres mit dem Siegel „Roboter-Labor der Stiftung NiedersachsenMetall“ ausgezeichnet. „Die Stiftung möchte junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik begeistern. Robotertechnik ist dazu ideal, darum unterstützen wir die Arbeit und sind gespannt auf das Ergebnis der German Open“, so Elke Peters.