Hilfe an allen Ecken und Enden gebraucht

Ratsfrau Elke Zach hat das Flüchtlingskind gleich in ihr Herz geschlossen.

200 Flüchtlinge kommen in Unterkunft an der Hans-Böckler-Straße unter

Langenhagen (ok). Sonnabendabend gegen 19 Uhr trafen sie in der Hans-Böckler-Straße ein, die beiden Bussen aus Bramsche. 127 Flüchtlinge, viele Familien, die meisten aus Syrien, aber auch Hilfesuchende aus Albanien und Marokko. Das jüngste Kind ist drei Monate alt. Die Aufnahmestelle in Bramsche – igentlich nur für 700 Menschen vorgesehen – ist zurzeit mit 3.000 Frauen und Männern völlig überfüllt. Dort stehen nur Zelte; wegen des Wetters kommen die Flüchtlinge jetzt in feste Unterkünfte. An der Hans-Böckler-Straße in Räume für sechs bis 70 Personen. Erschöpft kamen die Flüchtlinge an; mehr als 30 ehrenamtliche Dolmetscher waren bei ihrer Ankunft vor Ort. Die Situation entspannte sich, die Übersetzer sorgten für Ruhe. 85 Frauen und Männer waren dann noch für Sonntag angekündigt; der erste Bus traf bereits am Abend ein. Eine logistische Meisterleistung war das Bereitstellen der Notunterkunft in nur 60 Stunden Bauzeit. Johanniter, THW, Freiwillige Feuerwehr, DLRG und Stadtverwaltung haben hier an einem Strang gezogen und eng zusammengearbeitet. Die medizinische Untersuchung ist gut über die Bühne gegangen. Ansteckende Krankheiten? Glücklciherweise Fehlanzeige. Hilfe wird jetzt natürlich an allen Ecken und Enden gebraucht – wegen der nahenden kalten Jahreszeit vor allen Dingen Winterkleidung und Schuhe. Sachspenden können beim Fairkauf im CCL abgegeben werden. Wer in der Notunterkunft des Landes helfen möchte, melde sich bitte unter (0511) 67 89 66 33 oder auch unter fluechtlingshilfe.nb@johanniter.de. Wer eine Unterkunft anbieten kann, wende sich bitte an Doris Lange unter doris.lange@langenhagen.de.