„Hilfe, da gucken ja jetzt eine Million Menschen zu“

Ist Kameras gewöhnt: Leonie Wildhagen aus Schulenburg. (Foto: D. Lange)
 
Aufgeregt: Leonie (links), Paula mit Schwiegermutter-Schwarm Jörg Pilawa. (Foto: M. Danielsen)

Leonie Wildhagen aus Schulenburg nahm für Niedersachsen an NDR-Quiz-Show teil

Schulenburg (dl) Auch wenn die „Leuchte des Nordens“ diesmal nach Rostock ging, so war die NDR-Quiz-Show mit Kindern für die elfjährige Leonie Wildhagen aus Schulenburg trotzdem ein Erlebnis. Die besondere Atmosphäre eines Fernsehstudios, das ganze Drumherum, bis es endlich auf Sendung geht und vor allem, den Moderator Jörg Pilawa einmal persönlich kennen zu lernen, war für Leonie viel wichtiger als alles andere. Frei nach dem olympischen Gedanken: Dabei sein ist wichtig. Fünf Kinder aus Norddeutschland stellten sich in der Quiz-Show „Leuchte des Nordens“ als Vertreter der norddeutschen Bundesländer den Fragen zu unterschiedlichen Themenbereichen, in der Regel aus dem Wissens- und Erfahrungsbereich von Kindern. Für Leonie und ihre Familie begann alles mit einer Anfrage des NDR, für die nächste Ausgabe der Quiz-Show werde noch ein Kandidat als Vertreter für Niedersachsen gesucht. Zum Glück für Leonie, denn ihre Schule, das Gymnasium Goetheschule Hannover, gehörte zu den drei Schulen, die vom NDR dazu angeschrieben wurden. Die Fünftklässler des Gymnasiums mit den besten Vorjahreszeugnissen durften sich für die Show bewerben und wurden daraufhin zu einem Casting eingeladen. „Bei der Casting-Firma mussten wir Fragen beantworten und wurden dabei gefilmt“, erzählt Leonie. Offenbar wusste sie dabei nicht nur mit ihrem Wissen zu überzeugen, sondern vor allem mit ihrem angenehm entspannten und freundlichen Auftreten. Von allen niedersächsischen Bewerbern wurde sie dann auch letztendlich für die Sendung ausgewählt. „Ich darf zu Jörg Pilawa!“ jubelte sie, als die freudige Nachricht kam. Zuvor aber galt es für ihre Mutter, Marion Danielsen, noch die jeweiligen Einverständniserklärungen des Jugendamtes, vom Hausarzt und von der Schule einzuholen. Nervenstärke im Wettbewerb ist für Leonie im Grunde kein Fremdwort. Die beweist sie regelmäßig in ihrem Schützenverein mit dem Lasergewehr, wo sie und ihre jüngere Schwester Paula für den SSV Schulenburg startet. Ein klein wenig Lampenfieber hatte sie dann aber doch. Je näher der Tag der Abfahrt zum NDR nach Hamburg rückte, desto nervöser wurde sie. Sie waren kaum gestartet, noch vor der Autobahnauffahrt Richtung Hamburg, da rief sie schon: „Opa, kehr um.“ Natürlich kehrten sie nicht um. Alles war gut, und auch das Lampenfieber hielt sich danach in Grenzen. Der Tag in Hamburg bis zur Aufzeichnung der Sendung verging mit warten, Ton,- Licht- und Kamerastellproben, Maske und wieder warten. „Nach dem Anstecken der Mikros durften wir nicht den Kopf schütteln oder nicken“, erinnert sich Leonie. „Die waren eigentlich für Erwachsene gedacht und konnten deshalb leicht verrutschen“. Während der Aufzeichnung saß ihre Schwester Paula mit den Großeltern im Publikum in der ersten Reihe. Die Eltern der Kinder verfolgten das Geschehen von einem Platz im Backstage-Bereich, um die Kinder nicht nervös zu machen. Aber auch wenn Leonie kurz vorher noch der Gedanke durchzuckte: „Hilfe, da gucken ja jetzt eine Million Menschen zu“. Wenn die Kamera erstmal läuft, ist für Nervosität kein Platz mehr.