Hilfe für 50 Obdachlose

Vielfältige Not in den Unterkünften

Langenhagen (gg). Zum Sachstand in den städtischen Unterkünften für Obdachlose liegt nun ein Bericht der Stadtverwaltung vor. Grundsätzlich gelte, so die Ausführung des städtischen Sozialdienstes, die Vorgabe des Niedersächsischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (SOG). Obdachlosigkeit verhindern, drohende Wohnungslosigkeit abwenden, Erstversorgung der Obdachlosen, Stabilisierung und Hilfe bei der Wiedereingliederung ist sind die Arbeitsziele der städtischen Sozialarbeiter. 50 Wohneinheiten in den Obdachlosen-Unterkünften am Harkenkamp und am Weidenbruch sind belegt, elf Wohneinheiten sind frei. Die Verweildauer in den Unterkünften beträgt üblicherweise zwischen sechs Monaten und einem Jahr; in Einzelfällen über mehrere Jahre. Auch Umzüge in Altersheime kommen vor. In Altersgruppen stärker vertreten sind die 18- bis 30-Jährigen und die 56- bis 60-Jährigen. Zu den Gründen, die zur Obdachlosigkeit führen, gehören Bruch mit dem Elternhaus, Wohlstandsverwahrlosung und Drogenprobleme. Bei älteren Obdachlosen gibt es Probleme wie Arbeitsverlust, Trennung oder Alkoholismus.
Nicht immer ist Ruhe und Ordnung in den Unterkünften. Bei Verstoß gegen die Benutzerordnung führen Sozialarbeiter persönliche Gespräche oder fordern schriftlich zur Ordnung auf. Bewohner müssen nicht melden, wenn Besucher zu ihnen kommen, da die städtische Unterkunft keine geschlossene Heimeinrichtung ist. Verweis aus dem Obdach darf nur erfolgen, wenn eine alternative Unterbringung angeboten werden kann. Umsetzen verlagert die Konflikte nur. Möglich ist die Einschaltung des sozialpsychiatrischen Dienstes, um zu prüfen, ob eine Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt.