Hilfe für Waisenkinder in Haiti

Esthers Waisenkinder (Foto: Foto: Familie Haller)
 
Freude über die Spende von Ein Herz für Kinder. (Foto: Foto: Familie Haller)

Dorit Haller wirbt um Unterstützung für Mama Esther und ihre Kinder

Elze (awi). Dorit Haller lebt in Elze, doch ihr Herz ist auch in Ha-iti zu Hause. Seit 1998 haben sie und ihr Mann Jörg eine Patenschaft für ein Waisenkind, eine Wurfsendung im Briefkasten hatte den Wunsch in ihnen geweckt. 1999 flog Dorit Haller das erste Mal nach Haiti und traf die damals neunjährige Magda persönlich. Kein Jahr verging seitdem, ohne dass die Fremdsprachenkorrespondentin mindestens einmal für einige Wochen in Haiti weilte, um Waisenkinder zu unterstützen. Für sie war es Schicksal, dass vor einigen Jahren über einen Bekannten Esther Revolte kennenlernte, eine engagierte Haitianerin, die Waisenkinder aufnahm, um ihnen Wärme, Nahrung und ein Mindestmaß an Bildung zu geben – die einzige Chance für haitianische Kinder, insbesondere Waisen, aus dem Teufelskreis Armut herauszukommen. Das Waisenhaus
etablierte sich und konnte im
vergangenen Jahr dank einer großzügigen Spende von „Ein Herz für Kinder“ nicht nur von Esther Revolte käuflich erworben, sondern auch in größerem Umfang saniert werden. Einen Tag vor Weihnachten war Dorit Haller gerade von ihrem letzten Besuch in Carrefour, nicht weit von der Hauptstadt Port-au-Prince
entfernt – zurückgekehrt. Drei Wochen später, am 12. Januar, erschütterte das furchtbare Erdbeben Haiti. Dorit Haller hörte die Meldung am Morgen des 13. Januar, auf dem Weg zur Arbeit im Autoradio. Es dauerte mehrere Tage, bevor die Hallers über Bekannte und Esthers Bruder endlich die sichere Nachricht hatten: Esther Revolte und alle ihre Waisenkinder leben, auch das Waisenhaus steht noch, es sind nur einige Wände zerstört, bewohnbar sei es allerdings zurzeit nicht. Mittlerweile hat Dorit Haller zumindest sporadisch E-Mail-Kontakt mit Haiti, ihr Mann Jörg durchforstet das Internet und sein Mailprogramm stündlich nach neuen Meldungen und sie wissen: Am dringendsten brauchen die Haitianer Bargeld, um Lebensmittel kaufen zu können. Daher setzen die Hallers jetzt alles daran, um zumindest die größte Not zu lindern und werben um Spenden. „Sie werden über die seriöse Organisation „Lebensmission für Haiti“ vermittelt“, verspricht Dorit Haller und bittet mit dem Verwendungszweck „Mama Esther“ Spenden direkt auf das Konto 22343 bei der Sparkasse SÜW in Landau, BLZ 54850010 weiterzuleiten. „Schön wäre es auch, wenn sich Wedemärker finden, die Patenschaften für Waisenkinder in Haiti übernehmen. Für einen Betrag zwischen 20 und 35 Euro im Monat kann man einem haitianischen Waisenkind Wohnung, Essen und Schulbildung finanzieren“, weiß Dorit Haller aus eigener Erfahrung. Gerne gibt sie Interessierten weitere Informationen und ist unter Telefon (0 51 30) 37 19 61 erreichbar. Ein gutes Jahr ist es her, dass Esther Revolte persönlich in der Wedemark war und auch bei Bürgermeister Tjark Bartels für ihr Waisenhausprojekt geworben hat. Der Bürgermeister hatte beim Neujahrsempfang in der vergangenen Woche ebenfalls für „Hilfe für Haiti“, insbesondere aber auch das Waisenhausprojekt von Mama Esther geworben und zugesagt, dass die Gemeinde Spenden zielgerichtet weiterleiten werde. „Helfen sie den haitianischen Kindern in diesem Überlebenskampf“, bittet Dorit Haller die Wedemärker inständig um Unterstützung.