Hilfe für zukünftige Azubis

Justyna Scharlé (von links), Annette von Stieglitz, Dina de Haas und Jörg Hollemann haben das Training für jugendliche Migranten erarbeitet, die eine Chance auf einen Ausbildungsplatz haben sollen. (Foto: G. Gosewisch)

Training für jugendliche Migranten beginnt

Langenhagen (gg). „Wer auf sich allein gestellt ist, hat keine Chance“, sagt Berufsberaterin Dina de Haas von der Servicestelle Kausa, eine von Bund und EU geförderte Einrichtung zur Unterstützung von Migranten, die eine Ausbildung beginnen möchten. In vielen Betrieben gibt es unbesetzte Stellen, doch viel ist für zukünftige Azubis zu beachten. Wenn sie wissen, was sie werden wollen, müssen sie sich nicht nur mit der klassischen Bewerbungsmappe bei möglichen Arbeitgebern vorstellen, sondern auch Deutschkenntnisse nachweisen und ihren Aufenthaltsstatus geklärt haben. "Aber die Jugendlichen müssen auch selbst erst einmal verstehen, wie die Ausbildung abläuft oder warum es eine Berufsschule gibt", sagt Dina de Haas. Mit Blick auf den Berufsfindungsmarkt am Donnerstag, 17. August von 9 bis 17 Uhr, und Freitag, 18. August von 9 bis 14 Uhr, im Rathaus, gibt es daher nun eine besondere Hilfestellung für jugendliche Migranten. In Kooperation haben die städtische Integrationsbeauftragte Justyna Scharlé, VHS-Leiterin Annette von Stieglitz und Jörg Hollemann (städtische Wirtschaftsförderung) gemeinsam mit Dina de Haas ein Programm erarbeitet, das auf die Bewerbung vorbereiten soll. Grundsätzlich sollen beim Berufsfindungsmarkt Gespräche zwischen Arbeitgebern und zukünftigen Azubis ermöglicht werden. Dabei gilt es, Sprachschwierigkeiten zu überwinden. Anhand von Rollenspielen soll darauf vorbereitet werden. Es ist ein regelrechtes Training, das den jungen Migranten geboten wird. Und damit auch alle wirklich verstehen, was erklärt wird, gibt es Übersetzungen in Arabisch, Dari und Kurdisch. Bleibeperspektive haben Jugendliche, die aus Erithrea, Syrien, Somalia, Irak, Iran oder Afghanistan kommen, so die Auskunft von Justyna Scharlé. Jörg Hollemann bestätigt eine wieder steigende Bereitschaft der Arbeitgeber, Azubis mit unterdessen guten Deutschkenntnissen einzustellen. Auftakt für das Ausbildungstraining für jugendliche Migranten ist am Donnerstag, 10. August, um 18 Uhr in der VHS. Willkommen sind auch ehrenamtliche Betreuer. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 05173 02 590 16 oder per E-Mail d.dehaas@proregioev.de.