Hilfe im Lebensbereich Familie

Anke von Garmissen (von links), Hans Günter Schoppa und Superintendent Holger Grünjes in Absprache zur Stärkung der Kinderberatung. (Foto: G. Gosewisch)

Eltern-Kinder-Entfremdung ist ein wichtiges Thema

Langenhagen (gg). Persönliche Krisen und Beziehungskonflikte sind das Arbeitsgebiet in der Lebensberatungsstelle, eine Einrichtung des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen mit Förderung durch die Stadt Langenhagen – zu finden in der Ostpassage 11 (2. Etage). Menschen, die Hilfe suchen, bekommen dort psychologische Beratung in Sinn- und Existenzfragen, bei Ängsten, depressiven Stimmungen oder Einsamkeit und Unterstützung für den Lebensbereich Familie, Schule und Ausbildung. Da rund die Hälfte der 500 Beratungsfälle, die pro Jahr in der Lebensberatungsstelle abgearbeitet werden, dem Beziehungsbereich Familie zugeordnet werden können, erweitert die Kinder- und Jugendtherapeutin Anke von Garmissen seit einigen Wochen das Beratungsteam. Sie zieht im Pressegespräch eine positive Bilanz und kündigt an, mittels Vorträgen und Workshops in Kitas und Schulen das für Kinder und Jugendliche kostenlose Hilfsangebot noch besser bekannt zu machen. „Je kleiner die erste Anfrage, desto schneller können Alltagssituationen entlastet werden“, erklärt sie zum Konzept. Rechtlich möglich ist eine Beratung für Jugendliche ohne das Einverständnis der Eltern ab 14 Jahren. Für Pflegeeltern, Alleinerziehende, Patchwork-Eltern oder Eltern in traditioneller Form gibt es in der Lebensberatungsstelle Unterstützung. Als ein Beispiel von vielen möglichen Problemen nennt Hans Günter Schoppa (Leiter der Lebensberatungsstelle), die Ohnmacht, die Eltern feststellen, wenn sich eine Entfremdung zu ihren Kindern einstellt: „Es wird nicht mehr miteinander gesprochen, obwohl eine Wohnung miteinander geteilt wird und eigentlich Zeit zum Sprechen wäre.“
Offene Sprechstunde ist in der Lebensberatungsstelle immer mittwochs, von 16 bis 17 Uhr; sonst Termine nach Vereinbarung, Telefon (0511) 72 38 04.