Hin und her am Krötenzaun

Dank des unermüdlichen Einsatzes der ehrenamtlichen Helfer kann der NABU auf eine erfolgreiche Amphibienwanderung zurückblicken. (Foto: R. Stankewitz)

Amphibienwanderung 2015 abgeschlossen

Langenhagen. „Die Wandersaison der Amphibien in Langenhagen war in diesem Jahr ein stetiges Auf und Ab“, fasst der erste Vorsitzende des NABU-Ortsvereins, Ricky Stankewitz, die Ergebnisse der Amphibienwanderung zusammen. Immer wieder eintretende Kälteeinbrüche hatten für wenig bis gar keinen Betrieb am Krötenzaun in Evershorst gesorgt. „Selbst in Nächten, bei denen gute Temperaturen herrschten, fehlte der Niederschlag und somit die Feuchtigkeit, so dass eine Massenwanderung ausblieb“, erklärt er. Dennoch konnten durch den unermüdlichen Einsatz der ehrenamtlichen Helfer in Evershorst bis zum Zaunabbau am 19. April 306 Tiere (250 Männchen, 56 Weibchen) sicher über die Straße gebracht werden, wobei das Verhältnis fünf Männchen pro Weibchen laut Stankewitz bei Erdkröten normal ist. Die am Krötenzaun aufgestellten Eimer wurden täglich morgens und bei entsprechender Wetterlage auch am Abend von den Helfern kontrolliert und die Amphibien sicher auf die andere Straßenseite gebracht. Auch im nächsten Jahr wird der Krötenzaun in Evershorst wieder aufgestellt werden und der NABU freut sich auf weitere Freiwillige, die aktiv ihren Teil zum Amphibienschutz in Langenhagen beitragen wollen.
In Kananohe hatten die Grasfrösche bereits um den 20. März abgelaicht. Am 21. März konnten in den fünf Gewässern, die der NABU Langenhagen für die Region Hannover betreut, über 150 Laichballen gefunden werden. Die Wanderstrecke "An der neuen Bult" wurde von Georg Obermayr mit seinem Team betreut. Auch hier wird von wenigen starken Wandertagen in einer eher schleppenden Saison berichtet: „Da im Wanderbereich die Tiere nicht gezählt werden können (Doppelzählungen sind ohne Zaun unvermeidbar), ist es schwierig, hier Bestandsveränderungen einzuschätzen. Dem Gefühl nach waren die Zahlen auf dem Vorjahresniveau.“
Etwas später als im letzten Jahr und dennoch relativ früh riefen am 15. April die ersten Laubfrösche der Saison. Im Bereich der fünf Gewässer in Kananohe waren schon größere Rufgruppen zu hören. Am selben Abend wurden auch die Flughafen-Kleingewässer auf Laubfrösche verhört. An sechs Gewässern riefen bereits Laubfrösche, wobei die Anwanderung an die Gewässer gerade erst begonnen hatte. „In den kommenden Wochen werden die Gewässer weiter untersucht“, kündigt Stankewitz an.
Langenhagener, die Interesse haben, den NABU im Amphibienschutz zu unterstützen, können sich gerne bei Ricky Stankewitz melden unter der Telefonnummer (05 11) 27 08 20 19 oder per E-Mail ricky.stankewitz@nabu-langenhagen.de.