Historische Sorten zur Auswahl

Beratung und Fachsimpelei gehören beim Verkauf der Tomatenpflanzen in jedem Jahr dazu.

Tomatenpflanzen-Aktion von Werner Kirschning

Langenhagen. Einmal im Jahr gibt es die Tomatenpflanzen-Aktion, eine Initiative von Werner Kirschning, der für sein Naturschutz-Engagement in Langenhagen seit vielen Jahren bekannt ist. Am Sonnabend, 14. Mai, werden von 8 bis 12 Uhr, auf dem Marktplatz am CCL hisotrische Sorten verkauft. Bezugsquelle ist die Gärtnerei Nötel in Jeinsen, die mehr als 300 Sorten im Sortiment hat, sowohl Pflanzen, die kleinfrüchtige Wild- und Cocktailtomaten tragen werden, als auch solche, die mittelgroße Früchte oder große Fleischtomaten in unterschiedlichen Farben und Formen hervorbringen können. Beim Verkauf werden die Eigenschaften erklärt, auch Empfehlungen zur Pflege und Düngung gegeben.
"Als kleiner Familienbetrieb braucht Nötel Hilfe bei der Vermarktung", so der Grundgedanke zur Initiative von Werner Kirschning. Ziel ist, den Anbau der historischen Sorten durch Nachfrage und Umsatz zu erhalten, schwelt doch seit einigen Jahren bei manchem industriellen Samenbetrieb die Absicht, bestimmte Kreuzungen zu patentieren und auf diese Art die alten Sorten vom Markt zu verdrängen. Der Schritt zurück zum Anbau im eigenen Garten oder auch auf dem Balkon oder auf der Terrasse und das Pflücken erst kurz vor dem Verzehr wird immer beliebter. Der typische Tomatengeschmack entwickelt sich erst in den letzten Tagen der Endreife und zwar unter der Einwirkung des UV-Anteils der Sonnenstrahlung.
Die Pflanzen, die die Gärtnerei Nötel liefert, werden in torffreier Komposterde von aha vorkultiviert - ein wesentlicher Beitrag zum Moorschutz.