Historische Technik und Liebhaberstücke

Daniel Hose kurbelt den Primus P22 aus dem Jahr 1938 an. Uwe Bade erklärte den Besuchern über Mikrophon technische Details. (Foto: G. Gosewisch)

Trecker Club präsentierte 65 Fahrzeuge auf Zellerieplatz

Kaltenweide (gg). „Es ist unglaublich, dass auf diesen Platz so viel drauf passt“, sagte Daniel Hose, stellvertretender Vorsitzender des Trecker Clubs, beim Aufbau der Fahrzeug-Ausstellung für das Fest an der Zellerie. 65 Trecker reihten sich am Sonntag aneinander, und sogar Rahmenprogramm hatte noch Platz.
Malerisch von den alten Eichen umrahmt vermittelte die Trecker-Ausstellung ein idyllisches Flair. Dass die teilweise über 70 Jahre alten historischen Motoren ordentlich tuckerten und entsprechend Abgase auspusteten, tat dem keinen Abbruch, schließlich gehört Landtechnik zum Dorfcharakter, auch wenn die Landwirtschaft in Kaltenweide von vielen Zugezogenen längst nicht mehr wahrgenommen wird. Dank der Ansagen des Experten Uwe Bade über Mikrophon wurden die zahlreichen Besucher gut informiert. Dass beispielsweise der Startvorgang bei den historischen Motoren, mit Diesel-Vorpumpen, Vorglühen und Ankurbeln, durchaus rund fünf Minuten dauern kann, wurde mehrfach anschaulich vorgeführt. Nicht alle Trecker stammten aus dem Besitz der Kaltenweider Club-Mitglieder, befreundete Clubs steuerten Ausstellungsstücke bei.
Das Einbeziehen der Kinder und der Jugendlichen ist im Trecker Club selbstverständlich. Mit der Strohburg, Wissenswertem beim Hegering, der Präsentation des Korbflechters, mit der Hubsteiger-Fahrt auf 18 Meter Höhe oder mit dem Lichtpunkt-Schießen, betreut durch Fabian Klatt vom Schützenverein, war für Unterhaltung gesorgt. Das Young Spirit Orchester spielte auf und unterstützte die zünftige Stimmung bei Bratwurst-Duft vom Grill.
Seit 28 Jahren gibt es den Trecker Club. „Wir haben 24 Mitglieder und jeder hat mehr als einen Trecker“, erklärt Daniel Hose zum Selbstverständnis der Enthusiasten. Geselligkeit im Club gibt es nur mit dem Trecker, nicht ohne. So gab es am Abend vor der Trecker-Ausstellung eine Rallye durch die Feldmark, an der die befreundeten Clubs aus Immensen, Hänigsen, Schwarmstedt und weitere teilnahmen. Bei der anschließenden Siegerehrung gab es „Sinnvolles zu gewinnen“, so der Hinweis von Daniel Hose, „Es gab Werkzeug, halt das, was man braucht.“