Höhepunkte am laufenden Band

Eine tolle Show im Rathaus-Innenhof lieferte lieferte das Kulturensemble aus Bijeljina ab. (Foto: K. Raap)
 
Sie hatten die längste Anreise: Die vier Musiker des vorzüglichen Gitarrenquartetts aus dem brasilianischen Joinville. (Foto: K. Raap)

Grandioses Festival mit 130 Teilnehmern aus acht Musikschulen

Langenhagen (kr). Ein furioses Finale im Theatersaal setzte den spektakulären Schlusspunkt beim 7. Internationalen Musikschul-Treffen. 130 Musiker aus acht Nationen präsentierten sich Pfingstsonntag mit hochklassigen Leistungen und demonstrierten mit leichter Hand ein tolles Gefühl von internationaler Zusammengehörigkeit. Bereits einen Tag zuvor hatten sich 130 Musiker aus acht befreundeten Musikschulen eindrucksvoll im Rathaus-Innenhof, im Ratssaal und im City-Center vorgestellt. Aus dem österreichischen Stadl-Paura kam das witzige Ensemble TschaiBiBi@R Drummers“. Das variationsreiche „Kammerorchester Godolci“ vertrat die Partnerstadt Novo Mesto. Hoch her ging es beim Auftritt des „Kulturensembles Semberija“ aus Bosien mit temperamentvollen Tanz- und Gesangseinlagen. Ausgesprochen junge Musikanten bestimmten die Leistungen im Talentstudio der polnischen Stadt Glogow. Acht Posaunisten aus dem französischen Le Trait demonstrierten die Vielfalt der Möglichkeiten ihrer Instrumente. Als weitgereistetes Team stellte sich die Gruppe „Sambaqui“ aus dem brasilianischen Joinville mit filigranen Klängen vor. Großer Beifall auch für das bestens aufgestellte Kammerorchester aus dem deutschen Rodewisch. 22 Schüler aus dem englischen Southwork bestimmten den frischen Sound der „Kingsdale Senior Steel Band.“ Hinzu kam im Programm ein gemischtes Hornensemble aus Stadl Paura und Langenhagen mit anspruchsvollen Kompositionen. Zum Auftakt hatte es vom Dach des CCL zünftige Fanfaren gegeben, die das große musikalische Ereignis ankündigten.
Bürgermeister Mirko Heuer zeigte sich begeistert von dem Musikschultreffen. Sein besonderer Dank galt Musikschulleiter Manfred Unger, seinem Vertreter Stefan Polzer und dem gesamten Team für die Super-Organisation eines tollen Festivals. Ein wenig unter ging in dem rasanten zweitägigen Geschehen das 40-jährige Jubiläum der Musikschule Langenhagen. Doch das war diesmal von Manfred Unger so gewollt. Dazu einige Zahlen eines ganz normalen Arbeitsjahres: Das Jahr 2017 beinhaltete rund 40 Veranstaltungen neben den obligatorischen Unterrichtsstunden und Proben. 224 Mal waren Lehrkräfte mit 1362 Schülern und Schülerinnen in der Öffentlichkeit musikalisch tätig. Gut 20.000 Zuhörer wurden mit den Veranstaltungen erreicht. Zu den Höhepunkten zählten das Neujahrskonzert für die Bürgerstiftung , die Wettbewerbe für „Jugend musiziert“, die Musikfreizeit auf Föhr für 140 Kinder und Jugendliche und natürlich der Tag der offenen Tür, der seit 40 Jahren regelmäßig stattfindet, sowie die repräsentativen Frühlings- und Herbstkonzerte. Begonnen hatte die Erfolgsgeschichte der Musikschule Ende 1977, als der Rat der Stadt Langenhagen mit Wirkung zum 1. Januar 1978 einstimmig die Gründung einer städtischen Musikschule beschlossen hatte. Damit wurden alle bis dahin bestehenden im Rahmen der Volkshochschule geführten Jugendmusikkurse in die neue Institution integriert. Was noch von den Initiatoren Horst Kaudelka und Dietrich Schmolling mit bescheidenen Mitteln angeschoben worden war, musste sehr schnell wegen der ständig steigenden Schülerzahlen professionalisiert werden. Nach den ersten Leitern Wolfgang Streblow und Horst-Hans Bäcker übernahm Manfred Unger im Jahr 1999 die Leitung dieser wichtigen kommunalen Einrichtung. Im nächsten Jahr feiert er somit sein 20. Jubiläum als Musikschulchef. Als Gründungsmitglied ist der ausgebildete Saxophon- und Klarinettenlehrer im Jubiläumsjahr übrigens schon 40 Jahre mit von der Partie. Ein besonders effektiver Schritt in der Entwicklung der Musikschule war damals die Inbetriebnahme des restaurierten historischen Walderseehauses am Langenforther Platz als erstes eigenes Domizil.