Hoffen auf "Ende der Diskriminierung"

Bald wieder mehr Zeit: Inga Dreßler und Kolja Drescher (rechts) erläutern Wolfgang Kuschel das Abschlussprojekt des Schuljahres.Foto: O. Krebs

Wolfgang Kuschel will schnell G 9 an der IGS zurück

Langenhagen (ok). 2018: Das Jahr, in dem die ersten IGS-Absolventen eigentlich nach zwölf Jahren ihr Abitur ablegen sollten. Im Moment sieht es allerdings so aus, als wenn das so genannte G 8 an Gesamtschulen in Niedersachsen nicht käme, mit der neuen rot-grünen Landesregierung werden die Karten im Bildungsbereich neu gemischt. Langenhagens IGS-Schulleiter Wolfgang Kuschel hofft, dass das Abitur nach zwölf Jahren für seine Schule "sehr, sehr kurzfristig", möglichst schon zum kommenden Schuljahr ad acta gelegt wird. Das brächte eine Entzerrung des Stundenplans mit weniger Nachmittagsunterricht und – im wahrsten Sinne des Wortes – deutlich mehr Spielraum, mehr Zeit für Sport, Spiel, Musik und Theater. Aus Sicht des Schulleiters tragen die Bemühungen des Volksbegehrens für gute Schulen dann mittelbar doch noch Früchte und "die Diskriminierung von Gesamtschulen" habe endlich ein Ende. Und auch die beiden Schülervertreter Inga Dreßler aus dem 13. Jahrgang und Kolja Drescher aus Jahrgang 12 sagen unisono: "Dann haben wir wieder mehr Zeit für Projektarbeit." Beide sind von der IGS überzeugt, vor allen Dingen, weil sie so viel Freiräume biete.
Nicht nur inhaltlich, auch räumlich soll sich zum Sommer einiges ändern. Die neue Mensa wird bezogen; die alte Mensa wird zum Trakt für die Bläserklassen umgebaut. Die Sekundarstufe II soll in den Neubau umziehen. Die Idee einer gemeinsamen Bibliothek findet Kuschel gut, vielleicht sogar im Erdgeschoss oder Souterrain des Neubaus.