Hoffnung für die Walsroder Straße

Einigkeit unter den Ratsmitgliedern über den Geltungsbereich des Untersuchungsgebietes.

Ratssitzung: Zustimmung zum Sanierungsgebiet

Langenhagen (gg). Als Stadtachse hat die Walsroder Straße nicht nur im Stadtentwicklungskonzept (Gutachten ISEK) eine Schlüsselfunktion. Anlieger und Nutzer des Stadtzentrums klagen schon seit Jahren über Leerstände in den Ladenlokalen und auf Gewerbeflächen. Der Bereich zwischen Stadtparkallee und Reuterdamm entlang der Walsroder Straße ist umgangssprachlich „eine hässliche Gegend“.
„Die stadtbildprägende Bausubstanz hat Aufwertungsbedarf“ und es bestehen „Funktionsverluste im zentralen Versorgungs- und Wohnbereich“ wird nun in der Drucksache zur städtebaulichen Sanierungsmaßnahme konstatiert. Nach seiner Ankündigung vor einigen Tagen, das ECHO berichtete, legte Stadtbaurat Carsten Hettwer dem Rat nun einen Einleitungsbeschluss als Voraussetzung für eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme vor, dem der Rat fraktionsübergreifend zustimmte. In Aussicht stehen, bei entsprechender Bewerbung, Fördermittel des Bundes. Vor der Festlegung des Sanierungsgebietes sind vorbereitende Untersuchungen vorgeschrieben. Förderfähige Projekte wären die Modernisierung Gebäuden, die das Stadtbild prägen oder investive Ordnungsmaßnahmen für die Wiedernutzbarmachung von Brachflächen.
Nicht beraten wurde über das Thema Unterbringung von Asylbewerbern in Langenhagen, das Ratsfrau Elvira Drescher als Eilantrag formuliert hatte. „Die Stadtverwaltung soll Einfluss auf die KSG nehmen, die den Abriss einiger Mehrfamilienhäuser im Stadtteil Wiesenau plant. Reine Modernisierungspläne, die angesichts der fehlenden Wohnungen für Asylbewerber aufgeschoben werden sollte“, so die Meinung von Drescher. Zur Eilbedürftigkeit wurde abgestimmt, eine Zweidrittel-Mehrheit wäre für eine Aufnahme der Beratung nötig gewesen: SPD und Grüne stimmten mit Mehrheit dagegen.