Hohe Bandbreite kirchlicher Hilfen in den Blick rücken

„Wir sind Familie“: Woche der Diakonie im Kirchenkreis

Langenhagen/Wedemark (hhs). Jedes Jahr beginnt ein ganz besonderer Reigen von kirchlichen Veranstaltungen immer am zweiten Sonntag im September: die Woche der Diakonie. Veranstalter ist die Diakonie Hannover Land. Der Eröffnungsgottesdienst zur Woche der Diakonie findet am Sonntag, 7. September in der Immanuelkirche in Laatzen in der Rathausstraße statt, Beginn ist um 17 Uhr. Der Kirchenkreis Burgwedel Langenhagen ist einer von fünf Kirchenkreisen rund um die Stadt Hannover. Auch hier steht ein Diakoniegottesdienst am kommenden Sonntag um 10.00 Uhr im Kirchenzentrum in Elze-Bennemühlen, Wasserwerkstraße 42 statt. Ein letzter Gottesdienst findet am Sonntag, den 14. September im Rahmen des Stadtfestes in Großburgwedel um 10 Uhr auf dem Alten Markt statt. Pastor Andreas Böger von der St. Petri-Gemeinde und Pastor Claus Fitschen, Vorstand der Pestalozzi-Stiftung, werden mit diesem Gottesdienst das Stadtfest eröffnen.
Das Thema der diesjährigen Woche der Diakonie lautet „Wir sind Familie“, „ein Thema, dass Menschen aller Altersgruppen angeht, von Kleinkindern bis hin zu sterbenden Mitbürgerinnen und Mitbürgern“, wie es die stellvertretende Superintendentin der Kirchenkreises Birgit Birth ausdrückte. Der Begriff Diakonie kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet ganz einfach Dienst. Der Diakon ist ein Diener oder Helfer. Diakonie umfasst als kirchlicher Dienst alles Aspekte des Dienstes am Menschen. Sie ist eine der drei wesentlichen Säulen des Christseins neben dem „Zeugnis“ und der Gottesdienstgestaltung. Grundlagen der Diakonie werden im Neuen Testament in den Erzählungen von Jesus gesetzt. Diakonie wird zum Ausdruck menschlicher Nächstenliebe und sie beruht darauf.
Die Arbeit der Diakonie geschehe aber meistens im Verborgenen, so formulierte es die stellvertretende Superintendentin. Und sie verfüge über eine gewaltige Bandbreite, die in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Eines der Anliegen hinter der Woche der Diakonie ist es, genau diese Wahrnehmung stark zu verbessern. Das Thema „Wir sind Familie“ gilt als schwierig, nicht nur deswegen, weil sich in den vergangenen Jahre die Bedeutung des Begriffs Familie geändert hat: Familie bedeute nicht mehr allein Vater, Mutter und Zwei Kinder. Familie hat sich verändert, ist aber Spannungsfeld geblieben. Familie wird auf ganz unterschiedliche Weise gelebt kann zur Zerrissenheit führen, zu Alleinerziehenden, sie kann Pflege Angehöriger erfordern und auch den Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen. Kaum jemand kann in dieser Beziehungsvielfalt ohne ein funktionierendes Netzwerk an Hilfen durchkommen.
Ein spezieller Kindergartengottesdienst wird in der St. Georgskirche in Mellendorf angeboten am Mittwoch, 17. September, um 11.15 Uhr. Hierzu sind ganz besonders auch Großeltern eingeladen. Weitere Veranstaltungen im Kirchenkreis sind der Filmnachmittag am Montag, 8. September im Kirchenzentrum Elze-Bennemühlen. Um 17 Uhr wird „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ gezeigt. Ein Spielenachmittag findet am Dienstag, 9. September, im Familiencafé „Emma & Paul“ in Langenhagen in der Hindenburgstraße 84 statt. Das Diakoniefrühstück findet am Freitag, 12. September, im Gemeindehaus der Elisabethkirche in Langenhagen ab 7.30 Uhr statt. Um Kindertrauer geht es ebenfalls am Freitag, 12. September, im Gemeindehaus der St. Petri Gemeinde Großburgwedel. Der Ambulante Hospizdienst lädt zu einem Vortrag der Diakonin und Trauerbegleiterin Christine Stockstrom ab 19 Uhr ein.
Und zum Abschluss noch eine ganz besondere Veranstaltung: Am Montag und Dienstag, 8. und 9. September, wird für Schülerinnen und Schüler ab elf Jahre ein Workshop „Improvisationstheater“ angeboten im Rahmen des Ferienpasses der Stadt Burgwedel in Kooperation mit der Pestalozzi-Stiftung. Der Theaterabend folgt am Mittwoch, 10. September, ab 18.30 Uhr im Amtshof.