Holstentor, Buddenbrocks und Marzipan

Die Altstadt Lübecks präsentiert sich malerisch.

Paulusgemeinde war in Lübeck unterwegs

Langenhagen. Schöne Backsteinfassaden, schmale Mauerbögen, Schiffergesellschaft, Gotteskeller, Buddenbrockhaus mit Heinrich- und-Thomas-Mann-Zentrum und natürlich auch das Holstentor. In der Hansestadt Lübeck gab es für die Reisenden der Paulusgemeinde aus Langenhagen eine Menge zu entdecken. Das Heilig-Geist-Hospital beispielsweise ist eine vielschichtige Einrichtung für Arme und Kranke. In der wunderschön ausgeschmückten Kirchenhalle hängen reich geschnitzt ein Marien- und ein Allerheiligenaltar. Im Buntglasfenster sind all jene verewigt, die damals ehrenamtlich Hilfe leisteten. Geht man durch die Tür, sieht man winzige Kabäuschen am Gang aneinandergereiht. Sie boten gerade Platz für Bett, Schränkchen und Waschtisch. In der Adventszeit wird hier stimmungsvoll der Weihnachtsmarkt zelebriert. Nicht der Klerus baute die Kirchen in Lübeck, sondern sehr wohlhabende Bürger. Je reicher, desto mehr Kirchtürme. Die Reisegruppe kam nacheinander an verschiedenen Gotteshäusern vorbei – erst an der St.-Jakobi-Kirche, dann an der turmlosen Katharinenkirche. Ihre Front zieren drei Barlach- und sechs weitere Figuren. An der Seite der Marienkirche sitzt seit 1999 ein kleiner Teufel aus Bronze. Den setzten die Lübecker zur Besänftigung des Teufels, denn man hatte ihn angelogen und behauptet, dass hier keine Kirche, sondern ein Wirtshaus gebaut würde. Nach einem Besuch im Rathaus und im Marzipanspeicher ging es aus der altehrwürdigen Hansestadt zurück in die Flughafenstadt.