Hort- und Kitaplätze: begehrt und nicht genug

(Entscheidung um Trägerschaft der Hortgruppen in Kaltenweide vertagt

Langenhagen (bo). „Unser Sohn hat gesagt, dass er bei den Füchsen bleiben möchte“. Dieser Wunsch einer Kaltenweider Mutter, die sich für den Erhalt der Kaltenweider Kindertagesstätten in städtischer Trägerschaft ausgesprochen hat, wird wahrscheinlich erfüllt werden. Zwar sprach sich der Jugendhilfeausschuss bei seiner Tagung dafür aus, eine offizielle Abstimmung darüber auf die nächste Sitzung zu verschieben. Man will dann zunächst den Ortsrat Kaltenweide zu Wort kommen lassen und anschließend über die weitere Vorgehensweise abstimmen. Die Parteien ließen aber großteils durchblicken, dass man sich mit einer städtischen Trägerschaft anfreunden könne. Hierfür war nicht zuletzt ein offener Brief des Stadtelternrates Kaltenweide Auslöser. In diesem baten die Eltern darum, bestehende Strukturen nicht durch die Übernahme von privaten Anbietern zu verändern, da die Kinder unter anderem bereits eine Bindung an ihre Erzieherinnen haben und es mitunter Vorbehalte gegenüber bereits bestehenden privaten Lösungen gebe. Auch die SPD und die Grünen, die zunächst noch für die Abschaffung der städtischen Trägerschaft waren, können sich nun wohl mit dem bereits etablierten städtischen Konzept anfreunden. „Das hat auch den Vorteil, dass wir dann einen flexiblen Personaleinsatz fahren können“, äußerte sich beispielsweise Marco Brunotte von der SPD. Endgültig abstimmen will man nun also Ende April bei der nächsten Sitzung – nach einer Stellungnahme des Ortsrates Kaltenweide – die Tendenz ist jedoch bereits klar. Klar ist auch, dass es gerade in der Innenstadt Langenhagens weiterhin an Krippenplätzen fehlt. Allein in der Kernstadt erwartet Jugendamtsleiterin Heidi von der Ah einen nicht gedeckten Bedarf von rund 100 Plätzen. In Kaltenweide sei die Zahl der fehlenden Plätze mit 44 ebenfalls recht hoch, in den übrigen Ortsteilen fehlen jeweils fünf Plätze.( Auch an Kitaplätzen mangele es in der Kernstadt sehr. In Kaltenweide fehlten demnach zehn Plätze, in Godshorn acht und in Krähenwinkel seien es zwei. Im Hortbereich führe Godshorn die Negativliste der mangelnden Plätze mit 16 an, gefolgt von der Kernstadt und Kaltenweide mit 14 und Krähenwinkel mit einer Versorgungslücke von sieben. „Diese Zahlen sind natürlich noch sehr vorläufig und zu einem frühen Zeitpunkt genannt, deswegen sind sie nicht sehr genau“, so von der Ah. Dennoch sei davon auszugehen, dass die Dunkelziffer eher höher anzusiedeln sei.