Ideen werden gut bezahlt

Gemeinsames Werben für den Klimaschutz: Mirko Heuer (vorne von links), Axel Priebs, Manfred Schüle; Udo Sahling (hinten von links), Marlies Finke und Rike Arff. (Foto: G. Gosewisch)

100.000 Euro Regionsförderung je Umwelt-Projekt

Langenhagen (gg). Als „realistisches Ziel“ ist im Masterplan der Region die „Klimaneutralität bis zum Jahr 2050“ gesetzt. „Da ist noch viel zu tun“, sagte Umweltdezernent Axel Priebs bei seinem Besuch im Rathaus im Gespräch mit Bürgermeister Mirko Heuer, Umweltbeauftragte Marlies Finke, EPL-Geschäftsführer Manfred Schüle, Klimaschutzagentur-Geschäftsführer Udo Sahling und Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Region. Gute Ideen sind derzeit gesucht, um die geplante Klimaneutraliät Wirklichkeit werden zu lassen. Treibhausgas-Emissionen sollen um 95 Prozent und der Energiebedarf um 50 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. „In anderen Kommunen passiert da nicht so viel wie in Langenhagen“, sagte Axel Priebs zum Konzept der EPL, Abkürzung für Energie-Projekt-Gesellschaft, je zur Hälfte getragen von der Stadt Langenhagen und dem Energieversorger Enercity. Nach der Gründung im Jahr 1994 wurde das EPL-Nahwärme-Netz kontinuierlich ausgebaut. Erdgas und Biogas wird in Blockheizkraftwerken verbrannt, Wärme an die Verbraucher geliefert und Strom in das Netz eingespeist. Wegen des Biogas-Anteils wird der Betrieb als „klimaschonendes Konzept“ bezeichnet. „Auch kleine Schritte beim Ausbau sind wichtig“, sagte Bürgermeister Mirko Heuer im Pressegespräch. Sein persönliches Lieblingsthema sei jedoch die Elektromobilität, bodenständige Nahziele seien wichtig. Bis zu 100.000 Euro Zuschuss je Projekt gibt es von der Region für Investitionen, die dem Klimaschutz zuzuordnen sind. Wer in sogenannte „innovative Technologien“ investiert, Energiekonzepte umsetzt oder sich für Umwelt-Kommunikation einsetzt, kann diesen Zuschuss beantragen. Axel Priebs sprach sich für den Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung aus, kündigte „die Solaroffensive“ als Werbekampagne für 23. Mai an. In Vorbereitung sei eine Richtlinie zur finanziellen Förderung von Solarwärmeanlagen in der Region Hannover. Marlies Finke kündigte für Langenhagen die Solarwochen an, die im Mai sogenannte „Solar-Checks für Hauseigentümer“ bieten.
Die Beratungen der Klimaschutzagentur sollen weiterhin angeboten werden. „Eine gute Sache, aber auch ein wunder Punkt, denn da ist noch Potenzial“, sagte Axel Priebs zur Beratungsbilanz. Udo Sahling betonte den Erfolg der Beratungen (in 21 Kommunen der Region mit 1,14 Millionen Einwohnern): „Die Heizungsvisite war der Renner unter den Beratungsangeboten (1.200 Beratungen pro Jahr).“ Nach der Beratung habe die Investitionsquote bei 80 Prozent gelegen; nach der Heizungsvisite (625 Beratungen) und nach dem Solar-Check (200 Beratungen pro Jahr) bei 40 Prozent.