„Ignoranz statt Rücksichtnahme“

Anliegerverkehr auf dem Hainhäuser Weg. (Foto: G. Gosewisch)

Verkehrsbelastung am Hainhäuser Weg bleibt

Krähenwinkel (gg). „Am Hainhäuser Weg ist schon viel ausprobiert worden, vielleicht hilft eine Aufpflasterung gegen das zu schnelle Fahren der PKW“, erklärt Ortsbürgermeister Andreas Hartfiel zur aktuellen Drucksache des Ortsrates, ursprünglich eine Initiative der SPD-Fraktion, dem sich die CDU-Fraktion aber anschließt. Anlieger beschweren sich seit Jahren über die Verkehrssituation, unter ihnen auch SPD-Ratsfrau Brigitte Capelle, die sich für ihre Interessen engagiert. Berufsverkehr aus dem Weiherfeld-Ost rollt durch diese Straße, auf der Tempo 30 gilt. Parkplätze sind versetzt angeordnet, eigentlich eine Maßnahme, um den Verkehr zu beruhigen. „Viele Autofahrer fahren die Schlangenlinie nicht, sondern halten sich in der Mitte und nehmen sich die Vorfahrt trotzt Gegenverkehr. Das sind Anlieger, die sich auskennen. Wir erleben hier Ignoranz statt Menschenverstand und Rücksichtnahme“, sagt der Ortsbürgermeister. Und solange sich in den Köpfen der Menschen nichts ändere, müssen halt mit baulichen Mitteln nachgeholfen werden. Die Stadtverwaltung soll daher prüfen, ob eine zusätzliche Aufpflasterung und damit eine punktuelle Erhöhung der Fahrbahn, möglich ist. Bereits vor der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses hat der „Fachdienst Verkehr und Straßen“ das geprüft und lehnt diese Maßnahme ab: „Die Erfahrung mit Aufpflasterungen hat gezeigt, dass der Verkehr zwar punktuell beruhigt, die Lärmbelastung der Anwohner jedoch erheblich gesteigert wird.“ Gemeint sind die Motor- und Achsengeräusche beim Überrumpeln der Huckel. Zudem müsse der Fahrkomfort auf Strecken mit Busverkehr, in diesem Fall Linie 611, erhalten bleiben.
Aus den Reihen der Anlieger wird eine Bemalung der Fahrbahn mit Haltelinien favorisiert, denn die Lärmbelastung durch Aufpflasterung möchte keiner vor seiner Haustür haben.
Die Drucksachen werden in der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses am Dienstag, 16. September, um 17.45 Uhr im VHS-Treffpunkt an der Konrad-Adenauer-Straße 15 diskutiert.