IGS Langenhagen wird Kulturkomet 2015

Die Siebtklässler setzten sich intensiv mit der fiktiven Geschichte der jüdischen Familie Stern auseinander.

Riesenerfolg für den siebten Jahrgang

Langenhagen. Einen Riesenerfolg feiert der jetzige Jahrgang sieben gemeinsam mit Hendrik Becker vom Theater Löwenherz. Gewonnen wurde der Preis für herausragende Kulturprojekte an Schulen mit dem Theater- und Schreibprojekt „Elisenstraße“, das vor einem Jahr mit dem gesamten Jahrgang gelaufen ist. Dabei ging es um die fiktive Geschichte der jüdischen Familie Stern und anderer Bewohner der Elisenstraße in der Zeit von 1933 bis 1945.
Jeder Schüler des Jahrgangs schlüpfte in die Rolle eines Bewohners der Straße. Dabei übernahm jede der sechs Klassen jeweils ein Ereignis in dieser Zeit wie etwa Judenboykott, Bücherverbrennungen, Reichspogromnacht, Judensterne, Flucht und Auswanderung. Neben dem Erarbeiten der eigenen Rollenbiografie und dem Einüben von kurzen Szenen galt es auch noch einen eigenen Schreibauftrag (Brief, Tagebucheintrag, Bericht) aus der Sicht dieser Person umzusetzen. Daraus entstand am Ende ein beeindruckendes Geschichtenbuch, das durch Standbilder der Klassen zu den einzelnen Ereignissen mit aufwändigen Fotobearbeitungen im Stil der 1930er Jahre bebildert wurde. Dieses Geschichtenbuch erhielt jeder Schüler am Ende des Projekts.
In einer Abschlussveranstaltung wurden alle Ereignisse in der Elisenstraße vor Mitschülern, Lehrern und Eltern in einer großen Aufführung vorgestellt. Gleichzeitig wurden weitere Arbeitsergebnisse aus dem fächerübergreifenden Unterricht zum Thema Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus in Deutsch, Gesellschaftslehre und Religion ausgestellt. Die IGS Langenhagen teilt sich den ersten Preis, der mit insgesamt 10.000 Euro dotiert ist, mit zwei anderen Schulen.
„Ein ebenso kreatives wie hochwertiges Theater- und Schreibprojekt, das ein schwieriges Thema schülergerecht bearbeitet“, lobt die Jury das Projekt.