IGS machte starken Eindruck

Tauschten sich über die Arbeit an der IGS aus (von links):Schulleiter Wolfgang Kuschel, die Jurymitglieder Jürgen Oelkers, Christina Distler, Johan van Bruggen, Schülervertreterin Inga Dreßler, Jurymitglied Götz Plessing und Schülervertreterin Friederike

Deutscher Schulpreis: Kommission hatte fast nur Lob im Gepäck

Langenhagen (ok). Ohne der Bewertung der Jury vorgreifen zu wollen – das hörte sich schon ziemlich gut an, was das fachkundige Quartett über die Arbeit an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Langenhagen von sich gab. Als einzige Schule Niedersachsens ist die Gesamtschule unter den letzten 20 von 162 Bewerbern für den Deutschen Schulpreis gelandet, wurde jetzt von einer Kommission eineinhalb Tage lang auf Herz und Nieren geprüft. Die hat sich nach eigener Darstellung das Leitmotiv zu eigen gemacht, dass „jede Schule ihren eigenen Entwicklungsweg hat“. Und an der IGS Langenhagen ist Jury-Mitglied Jürgen Oelkers, Professor in der Schweiz, positiv aufgefallen, dass die „Organisation an dieser Riesenschule“ sehr durchdacht ist“: In vielen Gesprächen habe die vierköpfige Jury herausgefunden, dass die Elternschaft sehr stark hinter der Schule stehe, in vielen Dingen sehr kompetent sei. „Die IGS wird wegen ihrer ganzheitlicheren Erziehung bewusst gewählt“, so Oelkers. Von den Schülerinnen und Schülern habe die internationale Kommission durchweg vernommen, dass die Förderung und Hausaufgabenbetreuung gut sei; der Umgang miteinander sei beachtlich, der Respekt füreinander da. Die Lehrkräfte seien ausgesprochen zufrieden, das Kollegium organisch gewachsen und die Rekrutierung junger Lehrkräfte voll und ganz gelungen.
Kurzum: Die Schule könne beim Zentralabitur mithalten und habe sich mit ihrem Konzept auf den Arbeitsmarkt eingestellt, der nicht unbedingt das Studium nach dem Abitur vorsehe. Oelkers: „Von einem Billig-Abitur kann ganz und gar keine Rede sein.“ Verbessert werden kann nach Ansicht der Jury noch die Personalentwicklung, aber auch in diesem Bereich hat sich die Schule bis zum Jahre 2015 mit Kompetenz- und Kerncurriculum hohe Ziele gesetzt, setzt verstärkt auf Fortbildung und Unterrichtsentwicklung. Schulleiter Wolfgang Kuschel jedenfalls findet sich in der Beschreibung sehr gut wieder und fühlt sich bestätigt und bestärkt, dass die IGS auf dem richtigen Weg sei. Jetzt heißt es für Schüler und Lehrer Hoffen und Bangen, bis die Entscheidung für die nächste Runde gefallen ist. Die letzten 15 übriggebliebenen Bewerber treffen sich im März in Berlin.