IGS Süd nutzt Stadtpark sinnvoll

Engagiert geradelt ist die Klasse 5.3 auf dem Verkehrsübungplatz in den Heestern im Stadtpark. (Foto: G. Gosewisch)

Verkehrsübungsplatz in den Heestern bewährt sich

Langenhagen (gg). „Es kann wohl keiner mehr bestreiten, dass dieser Verkehrsübungsplatz hier gut ist“, sagt Polizist Dirk Schell und schaut auf die Schüler der IGS Süd, Klasse 5.3, die auf ihren Rädern im Stadtpark in den Heestern ordentlich in die Pedale treten. Sie geben sich Mühe, nehmen die Anweisungen und Ermahnungen von Dirk Schell nickend an, halten inne, fahren dann weiter. Passanten werden nicht behindert, was vor der Installation des Verkehrsübungsplatzes vor einigen Monaten von Parknutzern befürchtet wurde. Die Parkwege wurden nicht umgebaut, einzig Verkehrszeichen aufgestellt, die Vorfahrt oder Stopp an Kreuzungen anzeigen. Sie sorgen bei den Schülern an diesem Ausflugstag für Spaß und Lerneffekt. Patricia Pengel und Christian Ratsch haben als Klassenlehrer natürlich Obacht, dass die vorab im Unterricht absolvierte Verkehrserziehung auch praktisch umgesetzt wird. Vorfahrt beachten, Zeichen geben vor dem Abbiegen, Überholmanöver – vieles, was selbstverständlich scheint, kann gefährlich werden, wenn nicht aufgepasst wird. Alle fünften Klassen der IGS Süd bekommen im Rahmen des Profilunterrichts Gelegenheit, auf dem Verkehrsübungsplatz zu lernen, so der Hinweis der Schulleitung. Mit Blick auf die Besonderheit des fünften Jahrgangs, der just aus Schülern von verschiedenen Grundschulen zusammengesetzt wurde, sagt Christian Ratsch: „Die verkehrserzieherische Arbeit in den Grundschulen ist sehr unterschiedlich. Damit wir davon ausgehen können, dass alle Schüler, was das Wissen um Verkehrsregel und -schilder angeht, auf einem ähnlichen Kenntnisstand sind und sich verkehrssicher verhalten, führen wir diese Verkehrserziehung auch für einige Schüler mehrmals durch.“ Zudem gebe es zusätzlich neue Schulungseinheiten, wie die Praxisschulung "Toter Winkel", der Selbst-Fahrrad-Check oder Regeln für Fahrradfahren in der Gruppe, damit auch die Schüler, die in der Grundschule bereits Fahrradführerscheine bekommen haben, Neues kennenlernen. Zudem ergebe sich ein nützlicher Nebeneffekt, so der Hinweis von Patricia Pengel, denn wenn die Schüler sicher im Verkehr mobil sind, falle die Entscheidung für kleine spontane Ausflüge sehr viel leichter. Gut gerüstet seien nun ohnehin alle, denn wer kein eigenes Fahrrad hat, darf sich aus dem Räder-Pool, betreut vom Verein Repair-Treff in der Hermann-Löns-Schule, eins aussuchen.