Im Notfall sicher geleitet

Sabrina Hanisch und Heinrich-Wilhelm Kuckuck haben die ausführliche Darstellung vorbereitet.

Mitarbeiter der Stadt erstellen einheitlichen Rettungswege- und Fluchtplan

Langenhagen. Nach den Sommerferien erwartet die Schülerinnen und Schüler im Schulzentrum Langenhagen eine vielleicht unscheinbar anmutende Neuerung. Viele der mehr als 200 Räume der Einrichtung an der Konrad-Adenauer-Straße sind im Zuge eines einheitlichen Rettungswege- und Fluchtplans neu ausgezeichnet worden. Einhergehend mit dieser Maßnahme wurden alle Zimmer neu durchnummeriert.
Dieses Vorgehen war unter anderem deshalb notwendig, weil in dem während der vergangenen 40 Jahre kontinuierlich gewachsenen Schulzentrum die Bezeichnung der Räume nicht mehr aufeinander abgestimmt war. Einige der Zimmer hatten eine identische Ziffernfolge, andere sogar zwei Beschriftungen. Das waren dann eine Zahl sowie der Name der Klasse, um deren Raum es sich handelte.
Ebenso gewachsen wirkte auch die Auszeichnung des insgesamt neun Trakte und drei Sporthallen umfassenden Gebäudekomplexes hinsichtlich der Rettungswege- und Fluchtpläne. An den neuralgischen Stellen wie in Treppenaufgängen oder den Fluren hingen selbstverständlich große Tafeln. Die Klassenzimmer hatten jedes ein auf den Trakt abgestimmten Ausdruck an der Tür. Doch wo dieser im Einzelfall angebracht war, war von Raum zu Raum unterschiedlich.
Diesem Missstand haben nun zwei Beschäftigte der Stadt Langenhagen ein Ende bereitet. Sabrina Hanisch und Heinrich-Wilhelm Kuckuck entwarfen eine einheitliche Darstellung für die Rettungswege- und Fluchtpläne, stimmten diese auf den jeweiligen Standort ab und brachten innerhalb der Sommerferien etwa 155 entsprechende Ausdrucke an den Türen der Klassenzimmer an. Dort hängen sie nun alle auf Augenhöhe. Andere Plakate oder Zeichnungen sind zudem auf der Innenseite der Türen tabu.
Mit ihrem Engagement haben die beiden im Fachdienst „Hochbau“ tätigen Stadtbeschäftigten einerseits eine gute Grundlage für eine Evakuierung des Schulzentrums im Ernstfall erarbeitet. Sie haben andererseits auch eine Möglichkeit geschaffen, dass sich innerhalb sowie außerhalb der Gebäude befindende Personen eindeutig über ihren jeweiligen Standort verständigen können. In dieser Hinsicht kann auch die neue, einheitliche Durchnummerierung der Zimmer im Notfall Leben retten. Und schließlich haben sie mithilfe des Pilotprojektes Schulzentrum den Startschuss dafür gegeben, dass die anderen Langenhagener Schulen ebenfalls mit einem neuen Rettungswege- und Fluchtplan ausgeschildert werden.