Im persönlichen Dialog mit den Menschen

Waltraud Krückeberg feierte ihren Geburtstag im kleinen Kreis. (Foto: K. Raap)

Ehrenbürgerin Waltraud Krückeberg feierte ihren 85. Geburtstag

Langenhagen (kr). Wenn Waltraud Krückeberg über den Marktplatz bummelt, in der Markthalle oder im CCL spazieren geht, kann sie sicher sein, immer wieder begrüßt oder angesprochen zu werden. Das wird sich wohl auch auch nach ihrem 85. Geburtstag, den sie jetzt mit ihrem Bruder, ihren Kindern und Enkelkindern feierte, kaum ändern. Auch 15 Jahre nach Beendigung ihrer kommunalpolitischen Laufbahn, genießt sie noch einen erstaunlichen Beliebtheits- und Bekanntheitsgrad. 33 Jahre gehörte Waltraud Krückeberg dem Rat der Stadt Langenhagen an, 15 Jahre davon als Bürgermeisterin und fünf Jahre als Vorsitzende des Sozialausschusses. 34 Jahre stand sie der Lebenshilfe für geistig und mehrfach Behinderte als erste Vorsitzende vor. Ihr war es maßgeblich zu verdanken, dass in der Bevölkerung mehr Verständnis für die Belange der sozial schwächeren geweckt wurde. Nur folgerichtig, dass ihr Engagement mit verschiedenen wichtigen Auszeichnungen bedacht wurde. Im Jahr 1988 wurden ihre Leistungen mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt, 2001 folgte die Langenhagener Ehrenbürgerschaft. Ehrenbürgerin ist sie auch in der englischen Partnerstadt Southwark, außerdem tragen die Partnerschaftsverträge mit der slowenischen Stadt Novo mesto, dem polnischen Glogow und dem Ort Rodewisch im Vogtland ihre Unterschrift. Ehrenmitglied ist sie im SC Langenhagen und im Wirtschaftsklub. Zum 111-jährigen Bestehen der Langenhagener SPD wurde sie mit der selten vergebenen Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet. Der ehemalige niedersächsische Wirtschaftsminister Peter Fischer nannte sie damals „die oberste Vertrauensperson dieser Stadt, die all das verkörpert, was wir auf der politischen Bühne zunehmend vermissen“.
Für Waltraud Krückeberg spielt der persönliche Dialog mit den Menschen in ihrem Leben auch heute noch eine besonders wichtige Rolle. So nimmt sie seit geraumer Zeit gerne die Donnerstags- und Dienstagsgespräche in der Volkhochschule wahr, die einen interessanten Mix aus Information und Diskussion bieten. Viel Spaß macht ihr eine weibliche Frühstücksrunde, die monatlich abwechselnd bei den sieben Mitgliedern stattfindet. In das Leben gerufen wurde sie im Jahr 2001, als Edith Abelbeck, die Gründerin der Kaltenweider AWO, gleichzeitig mit Waltraud Krückeberg den Rat der Stadt Langenhagen verließ, beide aber weiterhin mit Gleichgesinnten im Gespräch bleiben wollten. Nach wie vor sieht man die Ehrenbürgerin bei Veranstaltungen unterschiedlichster Art, bei Konzerten in den Stadtteilen und in den Kirche ebenso wie etwa beim Schützenschmaus der Langenhagener Gemeinschaft oder beim Katerfrühstück des SV Kaltenweide am Pfingstmontag. Erst vor wenigen Tagen verfolgte sie mit großem Interesse die Veranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Seniorenbeirats. Unterwegs ist sie meistens entweder zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, denn diese sind von ihrer schmucken Wohnung am Ilseweg aus leicht zu erreichen.