Immer im Sinne der Ortschaft

Der Alte und der Neue: Klaus-Konrad Behrens (rechts) mit seinem Nachfolger Andreas Hartfiel.Foto: O. Krebs

Klaus-Konrad Behrens verlässt politische Bühne nach elf Jahren

Krähenwinkel (ok). Stammgast ist der Christdemokrat Klaus-Konrad Behrens bei dieser Traditionsveranstaltung „Spanferkelessen“ der SPD schon lange, in Zukunft fällt der Eintriit allerdings für ihn weg, Behrens kann lebenslang gratis genießen. Ein schönes Geschenk, das der SPD-Fraktionsvorsitzende Marc Köhler dem früheren Ortsbürgermeister überreicht hat. Und es zeigt auch, wie Behrens sein Amt in den vergangenen elf Jahren verstanden hat: überparteilich und immer zum Wohle der Ortschaft: Parteipolitische Ränkespiele waren und sind Behrens fremd; nicht umsonst wurde in den Ortsratssitzungen ein rekordverdächtiges Tempo vorgelegt, oft alles schon vorher interfraktionell abgeklärt. Ein Rekord in Sachen Besucherzahl war auch am Donnerstag zu verzeichnen, selten war das Dorfgemeinschaftshaus bei einer Sitzung so voll gewesen; viele Bürgerinnen und Bürger wollten die Verabschiedung des volksnahmen Klaus-Konrad Behrens und natürlich auch die Wahl seines Nachfolgers miterleben. Neuer Ortsbürgermeister ist erwartungsgemäß Andreas Hartfiel, der für Behrens in den Ortsrat nachgerückt war. bei der Wahl demonstrierte der Ortsrat Einmütigkeit. Viele warme Worte bekam Behrens mit auf den Weg; ECHO-Leser Reinhard Bärtling hatte sogar ein nettes Gedicht über den "Kapitän, der von Bord geht" verfasst. "Es war stets angenehm mit ihm zu reden, er war einer wie du und ich" – diese Passage spiegelt sicher wieder, was für ein Sympathieträger der frühere Leiter der Kfz-Zulassungsstelle in Hannover war. Was seine Erfolge angeht, so ist der Netto-markt an erster Stelle zu nennen. Beharrlich hat sich Behrens für einen Lebensmittelmarkt im Ort eingesetzt, dabei keine Mühen und Wege gescheut. Auch für das Ruf-Taxi – die Linie wird jetzt allerdings eingestellt – hat er sich lange stark gemacht, für die Verlängerung dieses Projektes sogar beim damaligen Niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff vorgesprochen. Und nicht zu vergessen die Lärmschutzwände an der Bahn sowie sein Engagement für Schule und Kindergarten, Kurzum: Behrens hatte immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger, habe oft mehr als eine Stunde zujm Brötchenholen gebraucht, weil er unterwegs immer wieder angesprochen worden sei, merkte CDU-Fraktionschef Edgar Schmidt-Nordmeier.
Aber alle sind überzeugt davon, Andreas Hartfiel werde ein würdiger Nachfolger sein. Die Voraussetzungen sind gut, als Noch-Präsident des Schützenvereins demonstriert Hartfiel seit Jahren Volksnähe. Nur, wie es Andreas Hartfiel mit Spanferkelessen des poltischen Mitbewerbers hält, das wird sich spätestens beim nächsten Termin Ende Februar herausstellen.