Immer noch mit vielen Aktivitäten

Immer noch sehr aktiv: Ingeburg und Hermann Schreck. (Foto: K. Raap)

Hermann und Ingeburg Schreck feierten ihre eiserne Hochzeit

Langenhagen (kr). Seit 65 Jahren sind sie ein Paar, und das in äußerst positiver geistiger und körperlicher Verfassung: Die Rede ist von Hermann und Ingeburg Schreck, die in Langenhagen ein hoch interessantes Kapitel Speditions-Geschichte geschrieben haben. Der Anfang dieser Geschichte begann in einer Bäckerei in Katensen in der Nähe von Uetze, wo die hübsche 16-jährige Ingeburg Wöhlert im Betrieb ihrer Eltern eigentlich Konditorin werden wollte. Doch als ihr ein junger Lieferant der Bäckerei den Hof machte, der aber über kein Auto verfügte, und sich von seinem besten Freund, dem 18-jährigen Langenhagener Hermann Schreck chauffieren lassen musste, lag dieser in der Gunst der Begehrten plötzlich ganz vorn. Die Hochzeit zwischen Ingeburg Wöhlert und Hermann Schreck erfolgte dann am 25. Juni 1952 auf dem alten Standesamt in Langenhagen. Nach einer Lehre im Kfz.-Handwerk trat der Ehemann als Fernfahrer in den Betrieb seines Vaters Paul ein, der mit 28 Jahren die Spedition gegründet hatte. Nach der Übernahme des Betriebs im Jahr 1961 baute Hermann Schreck die Firma an der Keplerstraße in Langenhagen zielstrebig zu einem modernen Transport- und Logistikunternehmen aus. Neben vielen anderen Ehrenämtern war er Landesvorsitzender der Fachvereinigung Güterfernverkehr im Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen von 1980 bis 1995. In Würdigung seiner besonderen Verdienste um den Aufbau eines mittelständischen Transportgewerbes wurde ihm 1996 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Am 3. November 2003 feierte die Spedition ihr 75-jähriges Bestehen. Hermann Schreck war übrigens noch Jahre später als Fachmann in Langenhagen gefragt, wenn es beispielsweise um den Verkehrsentwicklungsplan Langenhagen ging. Schreck vertrat dabei den Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen. Bis 2015 war er noch in seinem Büro zu finden.
Ingeburg Schreck war immer im Betrieb tätig und unterstützte ihren Mann bei etlichen Gelegenheiten. Heute freut sich die 83-jährige gemeinsam mit ihrem 85-jährigen Mann vor allem über ihre drei Kinder, sechs Enkel und vier Urenkel. Immer noch nutzen sie zweimal wöchentlich die Sauna in ihrem geräumigen Haus in der Kepler Straße. Pflicht ist für sie auch der regelmäßige Besuch des Wochenmarktes im Zentrum Langehagens. Zu den gemeinsamen Hobbys zählten früher Schwimmen, Wandern und Skifahren. Zur Eisernen Hochzeit überbrachten jetzt die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz und Langenhagens zweiter Bürgermeister Willi Minne Urkunden, Präsente und die allerbesten Glückwünsche. Und Willi Minne verabschiedete sich zum Schluss mit der Bemerkung: „Bis dann in fünf Jahren zur Gnadenhochzeit.“