Immer weitere Kostenstrukturen

Kita der FEBEL bekommt Betriebskostenzuschuss

Langenhagen (gg). Die Vielfalt der Kitas unter freier Trägerschaft in Bezug auf die Kostenstrukturen hat nun mit der Kita Arche, eine Einrichtung der Freien Evangelischen Bildungs- und Erziehungseinrichtungen Langenhagen (FEBL), eine neue exklusive Blüte bekommen. Der Rat stimmte Mehrheitlich mit den Stimmen von SPD und CDU für die Gewährung des Betriebskostenzuschusses in Höhe von 575.000 Euro durch die Stadt. Dieser deckt die Gesamtinvestitionskosten in Zins und Tilgung ab, die FEBEL für die Umbaumaßnahmen des jetzigen Kita-Gebäudes als Kredit aufnimmt. Die Fraktion Bündnis90 / Grüne stimmten dagegen. „Wir haben lange über dem Antrag gebrütet, weil wir Zweifel an den Zahlen hatten“, erklärte Dirk Musfeldt (Grüne) in der Ratssitzung. Die Ungleichverteilung von Lasten und Chancen sei unübersehbar, im Ganzen liege ein unwirtschaftliches Finanzierungsmodell vor, dem man nicht zustimmen könne. Der Verein FEBEL verbuche einen erheblichen betriebswirtschaftlichen Gewinn nach Ablauf der Nutzungsvereinbarungen. Musfeldt verglich die Betriebskostenpläne der Kita Arche mit denen der Kita Matthias-Claudius-Gemeinde: „Demnach kostete ein Kind pro Jahr in der Arche 2.200 Euro, in der Kita Matthias-Claudius 1.000 Euro, was auch der Gruppengröße geschuldet ist.“
„Warum wird erst jetzt nachgerechnet? Der jetzige Beschluss ist ein Ergebnis von ständigen Nachverhandlungen mit FEBEL“, so der Vorwurf von Reinhard Grabowski. Um den freien Trägern Planungssicherheit zu geben, werde von der CDU schon seit vier Jahren gefordert, Standards für einheitliche Förderrichtlinien zu entwickeln. Jens Mommsen (BBL) rechnete auf: „Hier stört sich Herr Musfeldt an 27,45 Euro Miete pro Quadratmeter für 18 Kita-Kinder in der Arche. Bemerkenswert ist, dass für das zukünftige Stadtarchiv mit zwei Mitarbeitern im dann restaurierten Siechenhaus 35 Euro pro Quadratmeter völlig okay sein sollen.“