Immer zu einer Diskussion bereit

Beim offiziellen Teil des Geburtstages: Willi Minne und Norbert Schomaker. Foto: K. Raap

Norbert Schomaker feierte seinen 90. Geburtstag

Langenhagen (kr). In fröhlicher Runde feierte Norbert Schomaker jetzt in seiner Wohnung am Weserweg seinen 90. Geburtstag. Zu den ersten Gratulanten zählte der stellvertretende Bürgermeister Willi Minne, der die Glückwünsche von Rat und Verwaltung überbrachte und natürlich auch einen Präsentkorb. Minnes spontaner Kommentar "ich hätte sie auf höchstens 80 getippt" sagt genau das aus, was auch die meisten Freunde und Bekannten denken. Geistig fit hält sich Norbert Schomaker vor allem auch dadurch, dass er sich tagtäglich mit unzähligen Menschen unterhält. Wo könnte man das besser machen als in der Europa-Markthalle. Und er verblüfft dabei seine Gesprächspartner immer wieder durch seine Diskussionsbereitschaft und seine Schlagfertigkeit. Außerdem schwört er auf gesunde Nahrung wie Eintöpfe und Salate, meist aus griechischer Küche. Und er genießt auch gerne ein Gläschen Rotwein. Auch für die Gesundheit hat er in der Vergangenheit sportlich einiges getan. So absolvierte er ab 1970 18-mal hintereinander das goldene Sportabzeichen, betrieb Leichtathletik und Senioren-Turnen. Bereits 1965 war er in den Sport-Club Langenhagen eingetreten, wo er bereits im ersten Jahr als 2. Schatzwart in den Vorstand gewählt worden war. Ehrenamtlich arbeitete er ab 1980 auch als Schatzwart des Turnkreises Hannover, der 153 Vereine vertritt. Seine berufliche Laufbahn begann er in seiner Geburtsstadt Wittenberge an der Elbe in der dort ansässigen weltberühmten Singer-Nähmaschinenfabrik. Als gelernter Gesenkmacher hatte er es mit der Herstellung von Umformwerkzeugen in Gestalt von mehrteiligen Hohlformen zu tun, in denen Produkte geschmiedet werden. Später wechselte er zum bekannten hannoverschen Unternehmen Hanomag. Anschließend arbeitete er bei der Theysohn Kunststoff GmbH als Stück-Kalkulator. Norbert Schomaker hat in seinem Leben schwere Schicksalsschläge überstehen müssen. 1950 kam er aus harter fünfjähriger russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Unter dem Titel "...und mit Glück zurück", hielt er in einem zweibändigen Buch seine Erlebnisse aus dieser Zeit fest. Seine erste und auch die zweite Ehefrau starben nach schweren Erkrankungen. Seit 1985 ist Schomaker Rentner, der keineswegs untätig zu Hause sitzt, sondern vor allem, wie schon beschrieben, das Gespräch mit seinen Mitmenschen sucht. Als Hobby beschäftigt er sich eingehend mit Briefmarken und Münzen.