In der Ratssitzung beschlossen

Schnelle Abstimmung zu verschiedenen Themen

Langenhagen (gg). Weiter geht es im Mehr-Generationen-Haus mit dem Obstapje-Projekt, bei dem Helfer Familien mit Kleinkindern in sozial schwierigem Bereich besuchen, um Integrations-Brücken zu bauen. Einstimmig Ja stimmte der Rat in der jüngsten Sitzung zu diesem Projekt. In Kooperation mit der Gesellschaft für Behindertenarbeit und dem Land Niedersachsen stellt die Stadtverwaltung Fördermittel in Höhe von 17.700 Euro pro Jahr und bis zum Jahr 2017 dann insgesamt 70.800 Euro zur Verfügung.
Als Information der Verwaltung nahm der Rat den Tagesordnungspunkt „Unterbringung von Asylbewerbern“ zur Kenntnis. Bereits abgeschlossen hat die Verwaltung einen Mietvertrag zu einem Gewerbeobjekt nördlich des Pferdemarktes mit einer Mietdauer von fünf Jahren. „Aufgrund der steigenden Zahl von Zuweisungen an Asylbewerbern und Flüchtlingen für die Stadt Langenhagen besteht nach wie vor hoher Bedarf an Unterkünften, welcher nicht gedeckt ist“, heißt es in der Druckvorlagen-Begründung. Zur Sicherheit der Bewohner soll an diesem Objekt ein zusätzliches Tor für den Innenbereich installiert werden. Die Sanitärräume müssen dem Standard entsprechen und mit einer Duschgelegenheit erweitert werden. Hinzu kommen kleinere Einbauten. Die Mietkosten sowie anfallende Kosten für die Umbauten werden von der Region erstattet, soweit das Objekt voll belegt ist.
Bis auf eine Enthaltung stimmte der Rat einstimmig Ja zur Einrichtung „Quartierstreff Wiesenau“. In Kooperation mit der Wohnungsbaugesellschaft KSG übernimmt die Stadtverwaltung 50 Prozent der Kosten für die personelle Ausstattung einer Art Sozialstation im Stadtteil, Folgekosten 125.000 Euro in fünf Jahren.
Mehrheitlich abgelehnt wurde seitens der SPD- und Grünen-Fraktion ein Antrag von Ratsherr Wilhem Behrens zur Erweiterung des Verkehrsausschusses um ein beigeordnetes Mitglied, durch einen Vertreter des Langenhagener Rad-Clubs ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club). SPD-Ratsherr Matthias Gleichmann sprach die Vertreter des ADFC im Zuschauerraum persönlich an und betonte: „Es gibt keine Ressentiments. Die SPD lehnt ab, weil der Langenhagener ADFC frisch am Start ist und sicherlich noch im Eigenaufbau. Dennoch sind Sie willkommen und Ihre Hinweise wichtig.“ CDU-Ratsherr Mirko Heuer sprach dagegen: „Wenn wir ein halbes Jahr mit der Aufnahme warten, gibt es keinen Erkenntnisgewinn. Wir sollten jetzt das Wissen des ADFC nutzen.“