In der Sache waren sie sich einig

Verwaltungspitze und CDU-Delegation informierten Maria Flachsbarth (2. von links), was in Langenhagen im Argen ist.Foto: O. Krebs

CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth stellte sich im Rathaus vor

Langenhagen (ok). 19 von 21 Kommunen in der Region Hannover hat die Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth unter ihren Fittichen, darunter auch Langenhagen. Grund für dieses enorme Pensum ist die Tatsache, dass der Wahlkreis im Norden Hannovers christdemokratisch verwaist ist, die Sozialdemokratin Caren Marks die einzige Volksvertreterin des Bundestagswahlkreises 44 in Berlin ist. Nun ist es aber immer gut, mehrere Ansprechpartner zu haben. Deshalb ist Langenhagens Bürgermeister Friedhelm Fischer froh, dass Maria Flachsbarth den „kurzen Draht“ zu ihm sucht. Der Verwaltungschef brachte der Berufspolitikerin „seine Stadt“ näher, ging vor allen Dinge auf das „Vorzeigeprojekt“ Weiherfeld im Norden und die Quartiersumgestaltung mit 120 Wohnungen in Wiesenau ein, wo unter Umständen ein kleines Blockheizkraftwerk in der Adolf-Reichwein-Schule eingerichtet werden soll.
„Langenhagen bietet ein liebenswertes Leben von den ganz kleinen bis zu den größeren Füßen“, fasste die 3. Stellvertreterin Renate Friedrich die Vorzüge der Flughafenstadt plakativ zusammen. Friedrich war mit mehrerern kommunalpoltischen Vertretern der CDU ins Rathaus gekommen, und es schien, als hätten die Christdemokraten „Kreide gefressen“. Der Ton war doch ein ganz anderer als in den Ratssitzungen: Keine Schärfe, keine Attacken gegen den sozialdemokratischen Bürgermeister; im Gegenteil – in der Sache waren sich alle einig. So könne es nicht angehen, dass nach dem Prinzip „den Letzten beißen die Hunde! alle finanziellen Probleme bei den Kommunen abgeladen würden, es bisher „keine finanzielle Aufkommensneutralität“ gebe. Fischer: „Wir müssen immer vielfältigere Aufgaben übernehmen, ohne dass wir dafür einen Ausgleich bekommen.“ Das gelte zum Beispiel sowohl für die Bauaufsicht als auch für den Rechtsanspruch, ab 2013 einen Krippenplatz für Ein- bis Dreijährige bereitstellen zu müssen. Maria Flachsbarth machte sich beim Gespräch eifrig Notizen und versprach, die Gedanken und Anregungen nach Berlin mitzunehmen. Nur: Patentrezepte hatte die gelernte Tierärztin bei ihrem Antrittsbesuch in Langenhagen auch nicht dabei.