In zehn Jahren steht die erste Ernte an

Die Obstbäume sind für ihn eine Herzensangelegenheit: Herbert Hofschild.

15 neue Setzlinge und 80 andere Bäume am Garmsweg

Engelbostel. In zehn Jahren steht die erste Ernte von Kirschen, Äpfeln und Zwetschgen auf der Streuobstwiese bei 15 Bäumen an, die die Stadt jetzt gepflanzt hat. So lange benötigen die Pflanzen, um eine richtige Krone – und viel wichtiger noch – ausreichend Wurzeln zu bilden.
„Deshalb werden wir die Früchte, die vorher dort wachsen, abnehmen“, kündigt Herbert Hofschild, bei der Stadt als technischer Sachbearbeiter angestellt, an. Er gilt zugleich aber auch als Fachmann für Obstbäume, schließlich hat er in Hessen einen zertifizierten Lehrgang zum Landschaftsobstanbau erfolgreich absolviert. Und deshalb hat der Langenhagener neben den 15 neuen Setzlingen auch die gut 80 anderen Bäume westlich des Garmswegs in Engelbostel im Blick.
„Wir haben jetzt sehr robuste Sorten angepflanzt“, sagt Hofschild mit Blick auf jene Bäume, die in den vergangenen Jahren eingegangen waren. Gleichwohl müssten auch die neuen Bewohner in den ersten Jahren sehr intensiv gepflegt werden, sagt er mit Blick auf die entsprechende Baumscheibe rund um den Stamm und einen korrekten Schnitt. Denn nicht nur die Anwohner profitierten von den Bäumen, die gedeihen, sondern vor allem auch Wildbienen und Hummeln, die dort reichlich Nahrung finden sollen.
Die Obstbäume in der Stadt zählt Hofschild zu seinen Herzensangelegenheiten, und deshalb bildet er sukzessive auch andere Mitarbeiter in puncto Schnitt und Pflege aus. „Die ersten Erfolge sind bereits zu sehen“, berichtet er. Immerhin gibt es einen politischen Beschluss, dass die Verwaltung bis zum Jahr 2025 insgesamt 1000 Bäume neu setzen soll. „Den Auftrag setzen wir gern um“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer und verweist auf weitere 34 Bäume, die von seinen Mitarbeitern eingepflanzt wurden.