Infos rund ums Retten

Die Schulsanitäter der Brinker Schule informierten sich in der Rettungswache der Johanniter. (Foto: Johanniter)

Schulsanitäter besuchten Johanniter-Ortsverband

Langenhagen. Sie interessieren sich für alles rund um das Retten: Schüler und Schülerinnen der Brinker Schule schauten sich die Rettungswache in Langenhagen von innen an. Dienststellenleiter Tim Heinrich übergab zwei Sanitätstaschen. Hendrik Helwig, Leiter der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) und zuständig für die ehrenamtliche Belange, führte die Jugendlichen durch das Haus des Nordhannoverschen Ortsverbandes (NOV). Aus dem Jahrgang acht der Brinker Schule waren 18 Schülerinnen und Schüler gekommen, um Rettungswachenluft zu schnuppern. Die meisten von ihnen sind noch in der Ausbildung, aber zwei sind bereits seit einem bzw. zwei Jahren verbriefte Schulsanitäter: Asli und Michele, beide 16 Jahre alt, schauten sich besonders interessiert um. Auf die Frage, warum sie sich zum Schulsanitäter haben ausbilden lassen, antwortete Michele: „Ich hatte einfach Lust dazu. Etwas Lernen und dann anderen helfen.“ Er und seine „Kollegin“ könnten sich vorstellen, auch ihren Berufsweg in diese Richtung zu lenken. „Schade, dass ich noch mindestens ein Jahr warten muss, um dann die weiterführenden Ausbildungen zu beginnen“, unterstrich Michele mit leuchtenden Augen. Neben den Ehrenamts- und Jugendräumen wurden die Aufenthalts- und Schlafräume der Rettungswache begutachtet. Da wurde manchem Schüler klar, was ein 24-Stunden-Dienst bedeutet. In der Küche sah es nach Aufbruch aus: Mitten im Essen war der Alarm erfolgt und alle Rettungsassistenten einschließlich Notarzt waren unterwegs – dies bewiesen auch die leeren, reservierten Parkbuchten in der Fahrzeughalle. Der Rettungswagen Schwer und ein weiterer Rettungstransportwagen der SEG wurden innen besichtigt. Beeindruckt waren die
Schulsanitäter vom Einsatzleitwagen, der mit Computer, Internetzugang, Funkverbindung, Fax und vielem mehr ausgestattet ist. Und was hat es mit dem großen LKW auf sich? Und dieser Anhänger? Zu guter Letzt wurde ein vorsichtiger Blick in die Küche, das Allerheiligste der ehrenamtlichen Versorgungseinheit, geworfen. „Die Arbeit mit den Jugendlichen ist wichtig: Sie lernen für sich selbst, leisten etwas für die Gemeinschaft und bekommen schlussendlich Respekt vor dem menschlichen Dasein“, betonte Tim Heinrich das Engagement der Johanniter. Als Unterstützung für die praktische Arbeit des Schulsanitätsdienstes (SSD) übergab Heinrich zwei nagelneue Sanitätstaschen an die Schülerinnen und Schüler. Danach stärkten sich die Besucher noch mit warmen Kakao und Weihnachtskeksen.
Die AG-Arbeit der Brinker Schule beinhaltet seit über vier Jahren auch die Ausbildung zu Schulsanitäter. Nach der Erste-Hilfe-Ausbildung in der siebten Klasse kann die Tätigkeit in der Arbeitsgemeinschaft SSD in der achten Klasse erfolgen. Rosemarie Münder, Lehrerin der Naturwissenschaften und ausgebildete Schwesternhelferin, begleitet die Kids auf ihrem Helferweg. So ist sie für das Organisatorische zuständig und erarbeitet unter anderem mit den Schülern die Dienstpläne. Die Schulsanitäter verfügen über einen eigenen Raum in der Schule und wechseln sich in den Pausen beim Dienst ab. „Zwei laufen über den Schulhof und die Gänge, zwei versehen ihren Dienst im SSD-Raum“, berichtete Münder. Im wöchentlichen Wechsel werden die beiden Gruppen von Antje Poetsch, Ausbildungsleiterin im NOV, oder einem ihrer Ausbilder fachlich geschult.