Ingenieurtechnik, Politik, Kultur und Baukunst

Die Gruppe aus Langenhagen mit Minister Stahlknecht.

Senioren-Union CDU Langenhagen in Magdeburg

Langenhagen. Die Mitglieder und Gäste der Senioren-Union der CDU Langenhagen besuchten Mitte Juni in diesem Jahr die Landeshauptstadt Magdeburg in unserem Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt.
Bei hochsommerlichem Wetter führte die Reise zunächst zum Wasserstraßenkreuz Magdeburg mit den Schleusenanlagen und der Trogbrücke zur Überführung des Mittellandkanals über die Elbe. Mit fachkundiger Führung wurde das alte Schiffshebewerk Rothensee mit der 83 Meter langen Schleusenanlage, die derzeit restauriert wird, besichtigt, gefolgt von der neuen 2003 fertiggestellten Sparschleuse Rothensee mit 190 Metern Länge. Vom Aussichtsturm des Schleusenbauwerks war der Blick frei auf die gesamten alten und neuen Anlagen des Wasserstraßenkreuzes entlang des Rothenseers Verbindungskanals und der Trogbrücke über die Elbe bis hinüber nach Magdeburg und auf die noch überfluteten Wiesen und Felder sowie die noch vorhandenen Maßnahmen zur Deichsicherung.
Auf der Rückfahrt zur Innenstadt durch den Ortsteil Rothensee mit der dort angesiedelten Industriezone berichtete der Stadtführer über das Ausmaß der Flutkatastrophe in diesem Bereich.
Der politische Höhepunkt der Reise war der einstündige Empfang im Ministerium für Inneres und Sport bei dem aus Hannover stammenden Minister Holger Stahlknecht (48), der über die Schutzmaßnahmen im Land Sachsen-Anhalt während des Elbehochwassers und aktuell über die Versenkung der Lastkähne (Schuten) im Bereich des Deichbruches nördlich von Magdeburg berichtete. Die anschließende Diskussion beinhaltete unter anderem Themen zum Föderalismus und zur Europapolitik und deren Auswirkungen auf die Länder.
Die Mitglieder und Gäste der Senioren-Union hatten spontan während der Busfahrt einen guten dreistelligen Geldbetrag als Spende für die Flutopfer gesammelt und der Vorsitzende Eckhard Keese übergab diese mit einem Begleitbrief dem Innenminister zur weiteren Verfügung. Er stellte dabei auch klar, dass der Besuch lange vorbereitet wurde, der Kulturstadt Magdeburg gewidmet sei und kein "Wassertourismus" ist.
Nach dem Mittagessen in der Kantine des Ministeriums erfolgte eine umfangreiche Stadtrundfahrt mit Besichtigungen des Magdeburger Doms, des Marktplatzes und anderer Sehenswürdigkeiten. Das Reiseprogramm endete an der so genannten Grünen Zitadelle, einem Bauwerk des Architekten Hundertwasser mit den markanten runden Ecken, fantasievollen Säulen, schiefen Ebenen und leuchtend bunten Materialien, in dem neben Geschäften, Restaurants, Büros und Wohnungen auch ein Kindergarten untergebracht ist.