Initiative wittert Morgenluft

Schwimmbadfrage wird weiter kontrovers diskutiert

Godshorn (dl). Die Schwimmbadfrage in Langenhagen wird mehr und mehr zu einer Never Ending Story mit ungewissem Ausgang und, um im Bild zu bleiben, ein Happy End ist nicht in Sicht. Denn die Kosten für ein neues Bad am angedachten Standort Theodor-Heuss-Strasse in Höhe der Pferderennbahn – man rechnet mit mehr als 20 Millionen Investitionskosten – gibt der städtische Haushalt zur Zeit nicht her. Folgerichtig traf sich in dieser Woche die reaktivierte Initiative Pro Schwimmbad Godshorn unter dem Vorsitz von Christa Röder (CDU) und Jürgen Euscher (SPD) zum Informationsaustausch. Mit dabei war unter anderem Schulenburgs Ortsbürgermeister Dietmar Grundey. Weil auch die Aussprache zum Thema Schwimmbad während der Ratssitzung am Abend zuvor kein einheitliches Bild ergeben hatte, wird sich die Initiative in der kommenden Zeit erneut für den Erhalt des Bades in Godshorn einsetzen.
Mehrere Faktoren sprächen dafür, so der allgemeine Tenor. Zum Einen sei dies das Freibad mit seinem großen Außengelände mit vielen Büschen und schattenspendenden Bäumen, weiter die Infrastruktur mit Parkmöglichkeiten, die ausbaufähige Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und nicht zuletzt die guten Umsatz- und Besucherzahlen. Hinzu komme, dass das Gelände groß genug sei für Erweiterungen wie einen Sauna- und Wellnessbereich mit zusätzlichen Dienstleistungen wie Fitnessstudio, Arzt-, Massage- und Physiotherapiepraxen. Auch eine Gastronomie mit Außenbereich wurde ins Gespräch gebracht. Durch Vermietung ließen sich hier Einnahmequellen schaffen, die unabhängig vom Badebetrieb seien und ganzjährige Erlöse erwarten ließen. All das müsse am neuen Standort erst einmal geschaffen werden, so die Meinung der Initiative.
Für die notwendige Sanierung der Filter- und Heizungstechnik im Godshorner Bad beträgt der errechnete Finanzbedarf vier bis neun Millionen Euro, wobei für die Heizung ein Blockheizkraftwerk zur Wärme- und Energieerzeugung zum Einsatz kommen könnte, das zuviel produzierten Strom in das allgemeine Netz einspeisen würde.
Dietmar Grundey wies darüber hinaus auf die bestehenden Verträge mit der Stadt Hannover aus der Zeit der Gebietsreform in den 70er Jahren hin, nach denen Langenhagen einen Teil der Investitionskosten für das Bad an Hannover zurückzahlen müsste, sollte das Bad vor dem Jahr 2017 abgerissen werden. Stadtbaurat Carsten Hettwer hat allerdings angkündigt zu überprüfen, ob die Stadt Hannover diese Forderung tatsächlich durchsetzen könnte.
Aus Sicht der Inititative Pro Schwimmbad Godshorn bedeutet ein Abriss „ihres“ Bades allerding nur Eines: Ohne Not und unabhängig von einem Neubau würden bestehende Werte vernichtet.