Integration statt Ausgrenzung

Langenhagener Jusos wehren sich gegen Bürgerinitiative Brink

Langenhagen (ok). Asylanten herzlich gern, aber bitte nicht vor unserer Haustür: Die Jusos Langenhagen wehren sich gegen die Darstellung von "Asyl-Massencontainern" oder eines "Asylcontainerzentrums" an der Osterriedestraße 42. In einem Schreiben der Bürgerinitiative Brink ist davon die Rede, dass "allein stehende Männer und Angehörige von Sinti/Roma-Familien in einer Größenordnung von 30 Personen den Stadtteil schnell zum Brennpunkt von Langenhagen werden lassen können". Als Lösung wird eine Unterbringung im "Gewerbegebiet" und in "leerstehenden Fabriken" vorgeschlagen. Für die Jusos ist diese Darstellung völlig daneben. Unwissenheit aus Ängsten und Vorurteilen würden hier ebenso gesät wie stumpfer Populismus. Die verfolgten Menschen seien schutzbedürftig und es sei die Pflicht, sie in der Mitte der Gesellschaft aufzunehmen. Das gelinge jedoch nicht durch die "Abschiebung" in Gewerbe- und ungenutzte Industriegebiete. Eine nachhaltige Integration müsse oberste Priorität haben. Die vorhandenen Kapazitäten reichten auch in den nächsten Jahren nicht aus, weitere Unterbringungsmöglichkeiten müssen geschaffen werden. Und zwar in jedem Stadtteil gleichermaßen. Und klar und deutlich an die Verfasser des Schreibens adressiert: Die Einzelpersonen, die sich auf Kosten verfolgter Menschen profilieren wollten, sollten über ihren eigenen Tellerrand schauen und erkennen, dass sie trotz ihrer ausdrücklichen Bekundung, sie seien "normale Bürger", eben klar und deutlich rechtsnationalistische Positionen bedienten, für die in der Langenhagener Bevölkerung kein Platz sei.