Internationale Jugendbegegnungen

Vom Ort Shibli am Berg Tabor aus fällt der Blick auf die Stadt Nazareth.

Junger Verein organisiert Austausch mit Israel

Langenhagen (he). „Zweck des Vereins ist die Förderung der Verständigung junger Menschen aus Deutschland und anderen Ländern, insbesondere Israel“, heißt es in der Satzung eines noch jungen Langenhagener Vereins, der im August dieses Jahres gegründet wurde. Die Gründungsmitglieder des „Vereins für internationale Jugend begegnungen“ wählten Hans Norden, ehemals Lehrer an der IGS Langenhagen, zum Vorsitzenden, zum Vorstand gehören weiter Michael Strickling und Jürgen Geiß.
Auch wenn der anerkannt gemeinnützige Verein erst vor wenigen Monaten gegründet wurde, kann er doch schon auf langjährige Aktivitäten zurückblicken: Im Jahr 1994 gab es den ersten Jugendaustausch mit Israel, drei weitere in den folgenden Jahren. „Teilweise konnten wir geplante Besuche wegen der politischen Lage nicht realisieren“, erzählt Hans Norden; darüber hinaus sei es für israelische Jugendliche oft schwierig gewesen, einen Besuch in Deutschland zu finanzieren.
„Der Vereinszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Organisation von Begegnungen junger Menschen aus Langenhagen und Umgebung mit Gleichaltrigen aus Israel und anderen Nationen sowie deren inhaltlicher Vor- und Nachbereitung“, heißt es in der Vereinssatzung. „Ziel ist, dass die Jugendlichen außer durch das Begleitprogramm auch durch die Unterbringung in Familien die Lebenswirklichkeit im Alltag kennen lernen und damit ein positives Verhältnis zu den Menschen im jeweiligen Gastland gewinnen.“
Bislang hätten sich nur Schülerinnen und Schüler der IGS Langenhagen im schulischen Rahmen an dem Austausch beteiligen können, berichtet Hans Norden; durch die Vereinsgründung sollen die Aktivitäten jetzt auf eine breitere Basis gestellt werden: „Damit steht der Austausch allen interessierten jungen Menschen offen.“ Interessierte sollten 18 bis 20 Jahre alt sein und über akzeptable Englischkenntnisse sowie Interesse an fremden Kulturen verfügen. Erforderlich ist darüber hinaus die Bereitschaft, an den Vorbereitungsseminaren teilzunehmen.
Als nächstes Projekt steht eine Begegnung mit arabischen Jugendlichen aus dem Ort Shibli am Berg Tabor nahe Nazareth auf dem Plan. Shibli liegt im nördlichen Israel im Distrikt Untergaliläa, der auch eine Partnerschaft mit der Region Hannover unterhält. In Shibli lebt ein vergleichsweise großer Anteil arabischer Einwohner.
„Die Kontakte mit Shibli reichen bis ins Jahr 1994 zurück und haben sich bisher sehr gut entwickelt“, erzählt Hans Norden. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen plant er für das Jahr 2011 zwei Begegnungen: Vom 12. bis zum 22. Juli werden Jugendliche aus Shibli in Langenhagen sein; vom 11. bis zum 20. Oktober erfolgt dann der Gegenbesuch in Israel. Die Teilnahmekosten belaufen sich auf etwa 1.100 Euro; Zuschüsse sind beantragt, ob sie bewilligt werden, ist jedoch noch nicht klar. In diesem Zusammenhang würde sich der junge Verein auch sehr über engagierte Sponsoren freuen.
Für den Austausch mit Shibli gibt es noch ein paar frei Plätze; Interessierte sollten sich mit Hans Norden unter Telefon (05 11) 44 02 18 oder per E-Mail unter hans.norden@web.de oder langenhagener.verein@web.de in Verbindung setzen.