Jagdmanöver beobachtet

Das Symbolbild der "Europäischen Fledermausnacht" zeigt die Flugsequenz einer Wasserfledermaus. (Foto: NABU / Gerhard Mäscher)

Fledermaus-Nacht brachte tolle Beobachtungen

Langenhagen. An der bekannten und beliebten NABU-Fledermaus-Nacht im Wietzepark nahmen, trotz Regens, 17 Interessierte teil. Fledermaus-Experte Ricky Stankewitz konnte nach einem kurzen Regenschauer mit der Führung beginnen. Unterstützung bekam er dabei von Dominik Meyer und Felix Hartmann, die auch in der NAJU (Naturschutzjugend) aktiv sind.
Zu Beginn der Führung beantwortete Stankewitz Fragen rund um Fledermäuse, die mit ihren Händen fliegen und mit ihren Ohren sehen können. Dafür stoßen die Tiere Rufe im Ultraschallbereich aus. Deren Schallwellen treffen auf einen Gegenstand, kommen als Echo wieder bei der Fledermaus an und helfen ihr so bei der Orientierung. Mit Detektoren können diese Rufe auch für den Menschen hörbar gemacht werden, und daher nahm die Gruppe auch einen solchen mit auf den Weg durch den Wietzepark und entdeckte bald einen großen Abendsegler. Der war gut mit dem Detektor an seinem typischen Ruf zu erkennen. „Stellen Sie sich eine volle Badewanne vor, in die Wasser in schneller Folge aus dem Hahn tropft. Dieses ploppende Geräusch ist typisch für den Großen Abendsegler“, erklärte Ricky Stankewitz. Neben einer Zwergfledermaus und einer Breitflügelfledermaus war auch eine Fledermaus aus der Gattung der Myotis am Abendhimmel unterwegs, die mit dem Detektor allerdings nicht näher bestimmt werden konnte. Höhepunkt des Abends war die Beobachtung einer Wasserfledermaus bei der Jagd nach einer Motte. Im Lichtkegel der Taschenlampen konnten die Teilnehmer hautnah miterleben, wie die Fledermaus die Motte auf der Wasseroberfläche registrierte, umdrehte und im erneuten Anflug die Beute ergriff.