Jazz an einem Sommertag

Gruppenbild mit Dame: Dixie Company mit Horst-Dieter Soltau (von links), Solistin Kilezu Tsatsi/Südafrika und Tänzer Karl-Friedrich Müller.Fotos: D. Lange

Abschluss der diesjährigen Jazz-Matineen mit vielen musikalischen Highlights

Langenhagen (dl). Seit nunmehr 24 Jahren heißt es an 8 Sonntagen im Sommer, unter dem Motto: „umsonst & draußen“ Bühne frei für den Jazz. Und wenn es nicht gerade junge Hunde regnet, kann sich der Veranstalter Cultour & Co durchaus darauf verlassen, dass die Langenhagener Jazzfans auch kommen. Im Schnitt sind es pro Veranstaltung rund 600 Besucher im Rathausinnenhof. Für das Jubiläum im nächsten Jahr können sie sich jedenfalls schon mal auf einige besondere Höhepunkte freuen. Horst-Dieter Soltau, 1. Vorsitzender von Cultour & Co, nennt aber noch keine Einzelheiten. Nur soviel sei verraten: „Wenn möglich, möchten wir auch für das nächste Jahr wieder die „Sazerac Swingers“ verpflichten, die letzte Woche so großartig abgeräumt haben. Mit den Agenturen der anderen Bands sind wir im Gespräch, um deren jeweilige Tourneepläne mit unseren Terminen abzustimmen.“ Aber schon diese Saison war ja keineswegs arm an musikalischen Highlights: Die schon erwähnten Sazerac Swingers, die das Vermächtnis der drei großen Louis des Jazz weiterleben lassen, Rod Masons Hot Five, die Big Band des Gymnasiums Berenbostel seien hier zu nennen und als krönender Abschluss der Reihe am letzten Sonntag im August, die Dixie Company mit der großartigen südafrikanischen Solistin Kilezu Tsatsi. Ein Glücksfall für alle Jazzfans, die sie erleben durften. Ihre Soulstimme füllte mühelos den Rathaushof und ließ bei Jazzklassikern wie „Sweet Georgia Brown“ oder „All of me“ Erinnerungen an eine der ganz großen Protagonistinnen des Jazz aufkommen, an Ella Fitzgerald. Kilezu Tsatsi widmete sich vor kurzem mit ihrem Auftritt im Rahmen des zehnten „Woman in Jazz“ Festivals in Halle daher auch völlig zu Recht der großen amerikanischen Künstlerin und die Kritiker fragten begeistert: Hatte Ella Fitzgerald ihre Wurzeln in Südafrika? Wenn es für die Jazzmatineen im Rathaushof so etwas gibt wie ein Markenzeichen, dann ist das zweifellos Karl-Friedrich Müller, der es nicht nur versteht, das Publikum mit seiner Laterne charmant um Spenden für die Matineen zu bitten, sondern er ist vor allem für seine tänzerische Präsenz bei den Konzerten bekannt. Was das Tanzen betrifft, beschränkt Müller sich nicht nur auf die Sonntage in Langenhagen, er ist vielmehr bei so gut wie allen Freiluftjazzkonzerten in der Umgebung zu sehen. Die Begeisterung für den Jazz geht bei ihm also gewissermaßen ohne Umwege ins Tanzbein.