Jetzt geht’s ans Feintuning

In Hanburg haben sich die Mitglieder des Badausschusses im April Anregungen für den Neubau geholt.Foto: O. Krebs

Badneubau: Masterplan soll Erweiterung erleichtern

Langenhagen (ok). Schon R&B-Sänger Xavier Naidoo hat es prophezeit: „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg ist steinig und schwer.“ Und das trifft auf die Planungen fürs neue Bad an der Theodor-Heuss-Straße genau zu, denn bei solch einem 25-Millionen-Euro-Projekt mit einem jährlichen Betriebskostenzuschuss von 1,2 Millionen Euro muss quasi jeder Schuss sitzen, Korrekturen könnten eine ganze Menge Geld kosten. „In dieser Phase des Projekts, in der wir uns befinden, müssen grundlegende Fragestellungen beantwortet werden“, machte Jens Kerkow vom Projektsteuerer Constrata aus Bielefeld bei der jüngsten Badausschusssitzung deutlich. Christian Voermann und Martin Reimer vom Architektenbüro 4a aus Stuttgart gingen dann ins Detail, zeigten auf, wie das weitere Feintuning aussehe. So soll nach ihren Vorstellungen zum Beispiel das Lehrbecken ins Freizeitbecken integriert werden, die Rutschen sind geblieben, die Liegeflächen sind ergänzt, der Sitzbereich der Gastronomie ist erweitert worden. Die Empore über dem Freizeitbereich soll als Galerie angelegt werden, nicht zuletzt, um Platz zu sparen. CDU-Fraktionschef Mirko Heuer ist das Freizeitbecken allerdings nicht aufgepeppt genug, lediglich ein „quadratischer Kasten“. Heuer: „Ich wünsche mir mal einen Bogen wie im Aqua Laatzium oder einen Strömungskanal sowie einen Wasserspudel als Grotte.“ Das könne sicherlich integriert werden, ohne die Dimensionen zu ändern.
Was das Raum- und Funktionsprogramm angeht, so ist ebenfalls noch alles offen, bevor am 23. Januar – dann im so genannten Betriebsausschuss – die endgültige Entscheidung im Badausschuss ansteht. Sport- und Freizeit- oder Allwetterbad, sechs oder acht
Bahnen, 25 oder 50 Meter, drinnen und draußen, zusätzliches Solebecken, ein Vier-Jahreszeiten-Becken mit einer Größe von 100 oder 200 Quadratmetern – alles ist möglich und soll bei einem siebenstündigen Workshop im Januar intensiv diskutiert werden. Nur eine Sauna soll kommen, das steht bereits fest. Stadtbaurat Carsten Hettwer, der auch die Betriebsführung übernehmen soll: „Wichtig ist, dass wir mit erweiterbaren Modulen planen, soweit es möglich ist.“ Die Wettkampfkategorie muss noch festgelegt werden, Synchronschwimmer und Wasserballer sollen zu ihrem Recht kommen, alles Bestandteil einer so genannten Masterplanung. Denn: „Eine Masterplanung vereint die Kernplanung mit möglichen Ausbaustufen und sichert somit eine gesamtheitliche, planerische Aussage“, sagt Jens Kerkow.
Mögliche Ansätze sind zum Beispiel die Parkplatzerweiterung mit zusätzlichen Stellflächen für 50 Fahrzeuge; ein separater Fitnessbereich mit einer Fläche von etwa 1.000 Quadratmetern, eine Erweiterungsfläche für ein zweites Saunahaus sowie zusätzliche Saunaangebote wie etwa Wandelgänge, Ruhehaus oder auch Schwimmteich.